Liebe Mitglieder des QNN,

wir laden Euch herzlich zum QNN “zukunft_raum” 2019 ein.


18. Mai 2019 | 11.00 – 17.00 Uhr

Ort: Freizeitheim Linden (Windheim­straße 4, 30451 Hannover)

Anmeldung bitte per Mail bis 10.05.19 an info [at] q‑nn [punkt] de

 

Programm:

10.30 – 11.00 Uhr

Ankommen mit Kaffee und Tee

11.00 – 12.00 Uhr

Würdigung Hans Hengelein

Im Rahmen des „zukunft_raum“ möchten sich das QNN und seine Mitglied­schaft bei Hans Hengelein (Referent LSBTTI und AIDS-Koordi­nator im Nieder­säch­si­schen Minis­terium für Soziales, Gesundheit und Gleich­stellung) für die langjährige Zusam­men­arbeit bedanken.

12.00 – 12.30 Uhr

Imbiss

12.30 – 16.00 Uhr

World Café

1.    Das QNN (Selbst­ver­ständnis, 4‑Säulen und Landes­ko­or­di­nation, Geschäfts­stelle und Arbeits­auftrag)

2.    Finan­zielle Förder­schwer­punkte (Einspa­rungen und Projekt­wei­ter­führung mit vorhan­denen Ressourcen?)

3.    Inhalt­liche Förder­schwer­punkte (finan­zielle Bedarfe, inhalt­liche Schwer­punkte des QNN, Fortführung der „Handlungs­felder, gemeinsame Schwer­punkte)

16.00 – 17.00 Uhr

Zusam­men­fassung der Ergeb­nisse und Abschluss­runde

Vom 01.03.–03.03.2019 fand in Oldenburg die zweite nieder­säch­sische Trans* Tagung unter Organi­sation des QNN statt. Die Tagung richtete sich an Personen aus Nieder­sachsen und darüber hinaus, die selbst trans* sind, mit trans* Personen zu tun haben oder einfach inter­es­siert am Thema sind. Dabei gab es ein vielfäl­tiges Programm, das von inter­sek­tio­nalen Gesell­schafts­ana­lysen bis zum Körper­workshop reichte.

 

Einge­leitet wurde die Tagung am Freitag­abend mit einer Vorstellung des Films „Boy Meets Girl“ im Kino Cine K der Kultur­etage Oldenburg. Am Samstag­morgen fanden sich die über 100 Teilneh­menden zum Haupt­vortrag über diskri­mi­nie­rende Sprache von Lann Hornscheidt ein.

 

Darauf folgten 14 unter­schied­liche Workshops und Vorträge die Empowerment, Vernetzung und den Austausch von Infor­ma­tionen zum Ziel hatten. Ein thema­ti­scher Schwer­punkt lag bspw. im Bereich Mehrfach­dis­kri­mi­nierung. Dazu gab es Beiträge von Latoya Jones Seiteb und Shirley Ariadne Mendoza Godoy über das Leben als trans* Geflüchtete in Deutschland und trans* Erfah­rungen in anderen Ländern. Tsepo A. Bollwinkel verknüpfte in einem Vortrag die sozialen Kategorien Class (Klasse), Race (Herkunft) und Gender (Geschlecht). Zum Thema Mehrfach­dis­kri­mi­nierung trug auch der Workshop von Ilka Weiß bei, in dem auf trans* Personen im System der Pflege einge­gangen wurde.

 

Doch auch Thema­tiken um die Transition durften natürlich nicht fehlen. So gab es Workshops zu den Themen Stimme und Sprache (Agnes Hublitz), Epilation (Stepanie Krüger), der Dritten Option (Kai M. Becker und Louis) und Hormon­the­rapie (Prof.E.Jungmann), die nicht nur über medizi­nische, sondern auch recht­liche und politische Sachstände infor­mierten. Der Samstag schloss mit einer entspannten Party im Calesita, gefördert vom FemRef der Carl von Ossietzy-Univer­sität Oldenburg, ab.

 

Außerhalb dieser beiden Schwer­punkte gab das Kollektiv Lifes­a­beach eine Einführung in das Gebiet des Empowerments und René_ Hornstein zeigte die Heraus­for­de­rungen des nicht-binären Aktivismus auf. Der Körper­workshop, geleitet von K* Stern und Alexander Hahne, für trans* Personen sorgte für ein wenig Aktivität neben den vorrangig theore­ti­schen Workshops.

 

Der Sonntag begann thema­tisch mit einer Podiums­dis­kussion mit Dr. Annette Güldenring, Dr. Livia Prüll, Dr. Laura Adamietz und K* Stern, moderiert von Friederike Wenner, über die neue S3 Behand­lungs­richt­linie für trans* Personen. Im Anschluss folgten ein Rechts­be­ra­tungs­workshop, sowie Vernet­zungs­treffen. Inhalt­liches Ende fand die Veran­staltung im Abschluss­plenum, in dem Lob und Kritik geäußert werden konnten.

 

Wie auch im letzten Jahr konnte auf der trans* Tagung viel disku­tiert, vernetzt und erlebt werden. Wir bedanken uns bei allen Menschen, die teilge­nommen, organi­siert und referiert haben und hoffen, dass wir euch im nächsten Jahr wieder­sehen.

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Weitere Infor­ma­tionen

(Quelle: www.oeins.de)

Save-the-date: 24. Juni 2019, Fachver­an­staltung „Politik für LSBTI* in Nieder­sachsen – Rück- und Ausblicke“ in Hannover

Am 28. Juni 1969 fand der erste medien­mäßig begleitete Aufstand von Homo- und Trans­se­xu­ellen gegen die Polizei­willkür in der New Yorker Chris­topher Street statt. Seitdem wird in New York am letzten Samstag im Juni mit einem Straßen­umzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine inter­na­tionale Tradition geworden, im Sommer eine Demons­tration für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexu­ellen, trans* und inter­ge­schlecht­lichen Menschen abzuhalten. In Deutschland fanden die ersten CSD- Veran­stal­tungen 1979 statt.

Das Nieder­säch­sische Minis­terium für Soziales, Gesundheit und Gleich­stellung nimmt dies zum Anlass auch auf fast 30 Jahre staat­liche Antidis­kri­mi­nie­rungs­po­litik von/ für LSBTI* in Nieder­sachsen zurück­zu­blicken. Mit den thema­ti­schen Schwer­punkten „Recht“ und „Gesundheit“ wird zudem der Blick nach vorne gerichtet

Wo stehen wir? Was ist erreicht?  Was muss noch erledigt werden?

Das Veran­stal­tungs­pro­gramm wird derzeit erstellt und kann hoffentlich in Kürze übersandt werden. Bitte merken Sie sich daher zunächst den Termin vor:

Fachver­an­staltung „Politik für LSBTI* in Nieder­sachsen – Rück- und Ausblicke“

am Montag, 24. Juni 2019, voraus­sichtlich von 16 bis 19.30 Uhr, in Hannover

Jetzt online verfügbar: Akzeptanz für Vielfalt von klein auf. Sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt in Kinder­bü­chern. Ein Rezen­si­onsband für pädago­gische Fachkräfte in Kinder­ta­ges­stätten. 2. Erwei­terte Auflage.

Kinder- und Bilder­bücher sind oft eines der ersten Medien, mit denen Kinder in Berührung kommen, um ihre Umwelt in ihrer Vielfalt kennen­zu­lernen. Darin werden Werte, Normen und gesell­schaft­liche Regeln vermittelt. Liebe, Freund­schaft und Zuneigung sind zentrale Themen in Kinder­bü­chern und Märchen. Doch in den meisten Fällen wird nur die hetero­se­xuelle Liebe zwischen Prinz und Prinzessin oder König und Königin veran­schau­licht. Oft werden darüber hinaus stereotype Geschlech­ter­rollen repro­du­ziert. Nicht­he­te­ro­se­xuelle Lebens­ent­würfe sind nach wie vor in Kinder- und Bilder­bü­chern unter­re­prä­sen­tiert. Queere Märchen oder Geschichten mit gleich­ge­schlecht­lichen Paaren sind noch nicht allzu bekannt.

Im Rahmen des Modell­pro­jekts „Akzeptanz für Vielfalt – gegen Homo‑, Trans*- und Inter*feindlichkeit“ der Akademie Waldschlösschen im Bundes­pro­gramm „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ entstand  deshalb ein umfang­reicher Rezen­si­onsband mit Empfeh­lungen zu über 90 Kinder­bü­chern, die sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt für verschiedene Alters­stufen kindge­recht thema­ti­sieren. Kinder brauchen Bücher, die ihre Lebens­vielfalt wider­spiegeln und in denen sie sich wieder­finden. Denn immer mehr Kinder wachsen in bunten Famili­en­kon­stel­la­tionen auf.

Ziel dieser Publi­kation, die nun in der zweiten erwei­terten Auflage vorliegt, ist es, Erzieher*innen und anderen pädago­gi­schen Fachkräften der frühkind­lichen Bildung und Erziehung Anregungen zu geben, anhand von Bilder­bü­chern und Geschichten den vielfäl­tigen Lebens­weisen der Kinder in ihren pädago­gi­schen Kontexten gerecht zu werden und geschlech­ter­sen­sible Arbeit in Krippe, Kinder­garten und Hort oder auch zu Hause zu unterstützen und die geschlechter- und diversitätssensible Praxis voran­zu­treiben.

Er enthält rund 90 Empfeh­lungen für Kinder­bücher sortiert nach den Alters­stufen 0–3, 4–6 und ab 6 Jahre, daneben ein ausführ­liches Glossar zur Einführung in die Begriffe sexueller und geschlecht­licher Vielfalt und einfüh­rende Fachtexte zur Arbeit mit diver­si­täts­be­wussten Kinder­bü­chern und geschlecht­licher Vielfalt.

Die zweite erwei­terte Auflage des Rezen­si­ons­bands, die aus Mitteln des Queeren Netzwerk Niedersachsen(QNN) finan­ziert wurde, kann auf der Seite des Modell­pro­jekts „Akzeptanz für Vielfalt“ kostenlos herun­ter­ge­laden werden:

www.akzeptanz-fuer-vielfalt.de

Wir suchen zum 01. April 2019 oder später…

…eine engagierte Person für die Geschäfts­führung unseres Landes­ver­bandes, der in Nieder­sachsen eine besondere Verant­wortung für die Koordi­nation und Weiter­leitung der Förderung aus Landes­mitteln trägt.

Aufga­ben­spektrum:

  • Leitung der Geschäfts­stelle inkl. aller relevanten Themen­be­reiche (Teamleitung, Arbeits­pro­zess­führung, Aufga­ben­de­le­gation, Haushalts­planung und Überwa­chung, Dokumen­ta­tionen)
  • Vereins­führung, Vorbe­reitung und ggf. Moderation von QNN-Netzwerk­ver­an­stal­tungen
  • Zusam­men­arbeit und Kommu­ni­kation mit Vorstand und Netzwerkpartner*innen
  • Beratung von Voranfragen zur Förder­fä­higkeit von Projekten
  • Beratung und Begleitung von geför­derten Projekten
  • Regel­mä­ßiger Austausch mit dem Sozial­mi­nis­terium und dem Landesamt für Soziales zu den formalen und inhalt­lichen Fragen der Förderung
  • Verant­wortung für die Förder­ko­or­di­nation mit den entspre­chenden Anträgen und Mittel­ab­rufen beim Landesamt für Soziales

Gewünschtes Profil:

Wissen und Begeis­terung für die verschie­denen Bedarfe und Themen lesbi­scher, schwuler, ace/bi/pan, trans*, nicht-binärer, inter und queerer+ Menschen und für inter­sek­tio­nales Arbeiten; ausge­prägtes Kommu­ni­ka­tions- und Verhandlungs­geschick.

Wir bieten:

Konstruk­tives Arbeiten in einem vielfäl­tigen Team in einem dynami­schen Verbands­umfeld, Team-Coachings und gut struk­tu­rierte Teamkom­mu­ni­kation. Einar­beitung durch die bisherige Stellen­in­ha­berin und den geschäfts­füh­renden Vorstand. Freie Zeitein­teilung, Arbeitsort Hannover, Kontakte und Termine landesweit, Arbeits­laptop.

Die Besetzung der Stelle erfolgt befristet bis 31.12.2019 mit Option auf Verlän­gerung und vorbe­haltlich der Mittel­freigabe durch das Land Nieder­sachsen. Die Vergütung orien­tiert am TV‑L E12. Zeitumfang 30 Std./Woche (76%).


Über uns:

QNN | Queeres Netzwerk Nieder­sachsen ist LSBT_IQ*-Netzwerk & ‑Inter­es­sen­ver­tretung und koordi­niert in Zusam­men­arbeit mit dem Sozial­mi­nis­terium die Landes­för­derung von Projekten der Antidis­kri­mi­nie­rungs­arbeit und die Schul­auf­klärung zu sexueller und geschlecht­licher Vielfalt. Es ist 2014 aus dem Schwulen Forum Nieder­sachsen (SFN) e.V. hervor­ge­gangen. Seit 2017 koordi­niert es die landes­weite Kampagne „Für sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt* in Nieder­sachsen“. Das QNN versteht sich als den queeren Menschen (LSTB_IQ*) im Land verpflichtet. Die stimm­be­rech­tigte Mitglied­schaft steht Vereinen, Insti­tu­tionen und Gruppen mit einem queeren oder L‑S-B-T_I‑Q*-Schwerpunkt offen.

Im QNN sind außerdem 4 paritä­tisch-gleich­be­rech­tigte Netzwerke (L/S/T*/I – in Koope­ration mit Inter­se­xuelle Menschen LV Nds. e.V.) behei­matet, die selbst­ver­waltet mit 4 haupt­amt­lichen Landes­koordinierenden und einer Vertre­tungs­person im QNN-Vorstand agieren.

In begrün­deten Ausnahmen ist das QNN selbst Träger*in von Projekten oder Auftraggeber*in für landes­weite Kampa­gnen­arbeit. Derzeit ist dies MOSAIK Gesundheit – ein Projekt für lesbische, bisexuelle und queere Frauen*.


Wir fordern insbe­sondere People of Color, Personen die be_hindert werden oder mit einer chroni­schen Erkrankung leben, abinäre Personen/Enbys und Frauen* auf, sich zu bewerben.

Fragen oder Bewer­bungs­mail/-brief mit übersicht­licher Biographie und den wichtigsten Zeugnissen oder Empfeh­lungen bitte bis zum 15. Februar 2019 17. März 2019 an die im PDF angegebene Adresse senden.

Die Mehrheits­ver­hält­nisse der letzten Wahlen lassen für LSBTI* keine großen Verbes­se­rungen von Seiten der Politik erwarten. Auch meinen viele Menschen, mit der Öffnung der Ehe sei genug getan worden. Um so wichtiger ist es, dass Lesben, Schwule, Trans* und Inter* ihre Ziele klar formu­lieren. Um die Ausgangslage dafür zu verbessern, wollen wir uns mit dem Begriff „Markenkern“ ausein­an­der­setzen.

  • Was zeichnet Lesben und Schwule, Trans* und Inter* jeweils aus?
  • Warum lohnt es sich, für lesbische, schwule, trans* oder inter* Lebens­weisen und Angebote einzu­treten?
  • Wie ändert sich der Blick, wenn vom Abbau der Diskri­mi­ne­rungen zur Förderung der Vielfalt gewechselt wird?

Vorgehen werden wir an dem Wochenende in zwei Schritten. Nach dem Kennen­lernen am Freitag­abend wird am Samstag­vor­mittag dargelegt, was einen klaren Markenkern auszeichnet. Anschließend werden Lesben und Schwule, Trans* und Inter* je nach Zusam­men­setzung der Teilneh­menden für sich klären, was ihr Markenkern sein soll. Dabei wird auf die Ergeb­nisse der Netzwerk­arbeit von LiN, TiN und SFN zurück­ge­griffen werden. Die Ergeb­nisse des Wochen­endes werden dann zur Grundlage für den Austausch zwischen Lesben, Schwulen, Trans* und Inter* unter dem Dach des QNN.

Ausgangs­punkt für das Seminar war ein Netzwerktreffen des SFN, das als eine zukünftige Aufgabe die Klärung des eigenen Marken­kerns feststellte. Mit dem „Resonanzraum für Netzwerke“ wird diese Klärung nun allen vier Netzwerken im QNN angeboten.

Einge­laden sind sowohl Menschen, die bereits an Netzwerktreffen teilnahmen als auch solche, die einsteigen wollen in die Netzwerke – also bei LiN (Lesbisch* in Nieder­sachsen), TiN (Trans* in Nieder­sachsen), dem SFN (Schwules Forum Nieder­sachsen) oder Inter­se­xuelle Menschen – Landes­verband Nieder­sachsen. Außerdem sind QNN-Resonanz­räume grund­sätzlich offen für alle Menschen, die sich für das QNN inter­es­sieren oder sich zu LSBTI* fortbilden wollen.

Die Anmeldung erfolgt über die Akademie Waldschlösschen unter der VA-Nummer: 9506 oder über  www.waldschloesschen.org


Fr, 25.01.2019, 18 Uhr bis So, 27.01.2019, 14:30 (einschließlich des Mittag­essens um 13 Uhr)

Dozie­rende: Sven-Christian Finke u. Friederike Wenner

Kostenlos für Teilneh­mende aus Nieder­sachsen.

Gefördert aus Mitteln des Nieder­säch­si­schen Minis­te­riums für Soziales, Gesundheit und Gleich­stellung

Queeres Netzwerk Nieder­sachsen vergibt die „Goldmarien“ 2018

Am 10.11.2018 wurde im Hildes­heimer Rathaus in einer öffent­lichen Veran­staltung ehren­amt­liches Engagement von Lesben, Schwulen, trans*- oder inter­ge­schlecht­lichen Menschen geehrt. Organi­siert vom Vorjah­res­preis­träger Andy Küster und seiner Gruppe QUEERBEET in Koope­ration mit dem QNN wurde im Ratssaal ein stimmungs­voller und komplett barrie­re­freier Nachmittag auf die Beine gestellt. Moderiert von Conchita4711, musika­lisch beschwingt durch die Gospel­voices Hildesheim und in Gebärden übersetzt von Ursula Vanzella und Susanne Bernhardt.

Ehren­amt­liches schwules und lesbi­sches Engagement und zunehmend die Aktivi­täten von trans* oder inter­ge­schlecht­lichen Menschen sind nach wie vor das Fundament sowohl für die Mehrzahl der Beratungs­an­gebote für LSBTI* als auch für politische und kultu­relle Veran­stal­tungen vom CSD bis zur Buchlesung. Dieses gilt insbe­sondere auch für Hildesheim. Abgesehen von der Hildes­heimer AIDS-Hilfe mit ihren Angeboten zur Prävention in der Zielgruppe schwule Männer werden alle Angebote von und für LSBTI* seit mehr als 20 Jahren ehren­amtlich organi­siert.

So bedeutsam das ehren­amt­liche Engagement ist, so unsichtbar bleibt es oft. Deshalb kam bei „SVeN“ — einem Präven­ti­ons­projekt der AIDS-Hilfe Nieder­sachsen — die Idee auf, die Menschen hinter dem Ehrenamt sicht­barer zu machen. Das QNN griff diese Idee auf und so wurde schon 2014 das Konzept der „Goldmarie – der queere Preis für Fleiß“ entwi­ckelt. Wie im Märchen von Frau Holle werden dieje­nigen geehrt, die anste­hende Aufgaben sehen und hinter den Kulissen oft für viele Jahre dafür sorgen, dass es Angebote für LSBTI* in Nieder­sachsen gibt.

In Hildesheim sind das u.a. die Menschen bei Queerbeet, dem LesBi­Schwulen Treff in Hildesheim. Seit 2003 bietet Queerbeet alle 14 Tage die Möglichkeit, sich mit anderen Schwulen und Lesben auszu­tau­schen und Unter­stützung bei Fragen zum Coming out zu erhalten. Dazu kommen die Organi­sation von Partys in Hildesheim sowie die Präsen­tation des Angebots im Internet.

Dieses 15-jährige Engagement blieb auch auf der Landes­ebene nicht unbemerkt. Stell­ver­tretend für die Gruppe wurde daher im letzten Jahr Andy Küster mit der Goldmarie für queeren Fleiß ausge­zeichnet. Für 2018 holte die Gruppe nun die Verleihung der Goldmarie nach Hildesheim. Neben den Gruppen­abenden wurde — ebenfalls ehren­amtlich — alles auf den Weg gebracht, um zunächst in Koope­ration mit dem Queeren Netzwerk Nieder­sachsen die Preis­ver­leihung im Rathaus durch­zu­führen und anschließend dann noch eine Party zu feiern.

Alle bisher geehrten Menschen verbindet, dass sie

·       unent­geltlich für LSBT* Beratung anbieten,

·       CSDs oder Kultur­wochen für LSBTI* organi­sieren,

·       Stamm­tische organi­sieren,

·       oder auf anderen Wege dafür sorgten, dass LSBT* und ihre Themen sichtbar werden.

Die diesjäh­rigen Preisträger*innen wurden jeweils durch eine Laudatio durch die Geschäfts­füh­renden des QNN, Friederike Wenner und Thomas Wilde, geehrt. Den Preis, die Ansteck­nadel der Goldmarie, überreichte der Erste Stadtrat der Stadt Hildesheim, Malte Spitzer, der sich sehr beein­druckt von der Veran­staltung zeigte, ebenso wie der ebenfalls anwesende Hans Hengelein von Nieder­säch­si­schen Sozial­mi­nis­terium. Und in diesem Jahr thema­ti­siert das QNN nun auch erstmals Inter­ge­schlecht­lichkeit mit der Goldmarie.

Die diesjährige Preis­trä­gerin Andrea Ottmer bietet seit vielen Jahren in Braun­schweig Beratung an zu Trans­ge­schlecht­lichkeit. Darüber hinaus engagierte sie sich auch in der Inter­es­sen­ver­tretung trans­ge­schlecht­licher Menschen auf Landes­ebene.

Beate Kohlhaas initi­ierte im Queeren Zentrum von Braun­schweig, dem „Onkel Emma“ Angebote für lesbische Frauen. Dazu gehören ein monat­liches Frauencafé und die Veran­stal­tungs­reihe KULTFrauen. Das von ihr organi­sierte Frauencafé sorgt dabei für mehr Austausch unter lesbi­schen Frauen. Inhalt­liche Impulse setzt die Veran­stal­tungs­reihe mit ihren Lesungen zu lesbi­schen Themen.

Der dritte Preis­träger Florian Zurheide war Mitbe­gründer einer schwulen Jugend­gruppe in Göttingen und hat mit anderen Aktiven zusammen die Gruppe zu einem Treff­punkt weiter­ent­wi­ckelt, der alle Alters­gruppen mit seinem thema­ti­schen Abenden anspricht.

Eine Beson­derheit ist schließlich die zum Thema Inter­ge­schlecht­lichkeit vergebene Goldmarie. Bei Inter­ge­schlecht­lichkeit sind die gesell­schaft­lichen Verhält­nisse nach wie vor so, dass inter­ge­schlecht­liche Menschen kaum offen auftreten. Auch stehen die Beratungs­an­gebote erst am Anfang. So gibt es nur eine einzige Beratungs­stelle für inter­ge­schlecht­liche Menschen in Deutschland –  in Nieder­sachsen finan­ziert aus Mitteln des Landes Nieder­sachsen. Trotzdem ist auch in Nieder­sachsen ehren­amt­liche Beratungs­arbeit dringend erfor­derlich, um dem Bedarf auch nur annähernd gerecht zu werden. Das Beratungs­an­gebot für inter­ge­schlecht­liche Menschen und ihre Eltern ist ohne diese Ehren­amt­lichkeit nicht denkbar. Insofern möchte das QNN mit der Goldmarie für „Inter­ge­schlecht­lichen Fleiß“ jetzt auf dieses Engagement hinweisen – auch wenn die ehren­amtlich Tätigen sich noch nicht zeigen möchten.

Wir gratu­lieren dem Verein “Inter­se­xuelle Menschen e.V. — Landes­verband Nieder­sachsen” zur Auszeichnung mit dem Ehren­amts­preis des Landes Nieder­sachsen 2018.

Einen ausführ­lichen Bericht zur Preis­ver­leihung finden Sie hier.

 

Quelle Foto: https://unbezahlbarundfreiwillig.de/der-niedersachsenpreis/2018–2/

Der Struk­tur­ent­wick­lungs­prozess mit einer AG 2016/17 sowie der Umsetzung mit dem neuen Vorstand seit 2018 sowie die Koordi­nation der Kampagne „Für sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt* in Nieder­sachsen“ haben das QNN nachhaltig verändert: Neben die QNN-Geschäfts­stelle sind die vier Inter­es­sen­gruppen und Themen­felder lesbisch, schwul, trans* und inter mit eigenen  Netzwerken, bzw. einem Landes­verband vertreten. Die Netzwerke bringen Menschen zusammen und entwi­ckeln selbst­be­stimmt auf dieser Grundlage Frage­stel­lungen, Forde­rungen an die Politik oder auf ihre Themen bezogene Projekte.

Beim ersten Netzwerktreffen von „Schwules Forum Nieder­sachsen“ (SFN) im Frühjahr 2018 wurde als eine Aufgabe formu­liert, eine Quali­fi­zierung für die Entwicklung eines „Marken­kerns“ für das Netzwerk SFN anzubieten. Ganz im Sinne des Que(e)rschnitts führt das QNN diese Quali­fi­zierung offen für alle Netzwerke sowie für Inter­es­sierte vom 25. — 27. Januar als zweiten „QNN-Resonanzraum“ durch.

Am Samstag gibt einen Input zum Thema „Markenkern“, den Sven-Christian Finke übernehmen wird. Im Anschluss werden die Teilneh­menden dieses Wissen dann auf ihr jewei­liges Netzwerk anwenden und versuchen jeweils einen Markenkern für sich zu finden.

Einge­laden sind dabei sowohl Menschen, die bereits an Netzwerktreffen teilnahmen als auch solche, die einsteigen wollen – also bei Lesbisch* in Nieder­sachsen (LiN), Trans* in Nieder­sachsen (TiN), dem SFN oder bei Inter­se­xuelle Menschen. Außerdem sind die QNN-Resonanz­räume grund­sätzlich offen für am Thema und/oder dem QNN inter­es­sierte Personen, die durch ihre Betei­ligung frischen Wind und neue Perspek­tiven einbringen. Das Thema „Markenkern“ kann auch in anderen Gruppen, Vereinen und Initia­tiven einge­bracht und genutzt werden.

Die Anmeldung ist bereits möglich bei der Akademie Waldschlösschen unter der VA-Nummer: 9506 oder über deren Homepage.

Freitag 25.01.2019 18.00 Uhr bis Sonntag 27.01.2019 14.30 Uhr.

Teilnahme: kostenlos für Teilneh­mende aus Nieder­sachsen

Gefördert aus Mitteln des Nieder­säch­si­schen Minis­te­riums für Soziales, Gesundheit und Gleich­stellung.

Dozent*in:

Sven-Christian Finke-Ennen,

Friederike Wenner, Co-Geschäfts­füh­rerin im Queeren Netzwerk Nieder­sachsen

Seit dem Frühjahr suchte das QNN nach Räumlich­keiten für die Geschäfts­stelle. Nun sind wir endlich fündig geworden und in Bahnhofsnähe angekommen.

Queeres Netzwerk Nieder­sachsen e.V.
Volgersweg 58
30175 Hannover

Telefon 0511 33 65 81 20
Telefax 0511 33 65 89 40

Neue/wichtige Mailadressen:

Nach einem heißen Herbst mit dem Umzug, zwei Preis­ver­lei­hungen im November und der ersten Vorjahres-Antrags­runde in der Geschichte der SFN/QNN-Förder­ko­or­di­nation zur Beratung durch den QNN-Vorstand in seiner neuen Struktur heißt es nun für uns: Ankommen im Neuen. Abschlüsse und Planungen stehen bei uns rund um den kommenden Jahres­wechsel im Fokus.

Darum sind nur wir nur einge­schränkt und in dringenden Fällen erreichbar/reagierend:

  • vom 17.–21.12.2018
  • vom 07.–19.01 2018

Anfor­de­rungen von Förder­mitteln zur Auszahlung 2018 müssen bis 10. Dezember unter foerderung@q‑nn.de einge­gangen sein.

Wir haben über den Jahres­wechsel geschlossen:

  • vom 24.12.2018–04.01.2019

Das QNN-Team wünscht erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

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