MIQ

Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit

MIQ nimmt Meldungen zu queer­feind­lichen Vorfällen über eine Homepage und ein Telefon entgegen und bietet anonyme Melde­mög­lich­keiten, Verweis­be­ratung und auf expli­ziten Wunsch einen Kurzbe­richt in einer Online-Chronik. Projektziel ist die Erfassung und Sicht­bar­ma­chung queer­feind­licher Vorfälle, um Gegen­maß­nahmen zu initi­ieren. Launch: 1. Quartal 2026

MIQ

Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit

MIQ nimmt Meldungen zu queer­feind­lichen Vorfällen über eine Homepage und ein Telefon entgegen und bietet anonyme Melde­mög­lich­keiten, Verweis­be­ratung und auf expli­ziten Wunsch einen Kurzbe­richt in einer Online-Chronik. Projektziel ist die Erfassung und Sicht­bar­ma­chung queer­feind­licher Vorfälle, um Gegen­maß­nahmen zu initi­ieren. Launch: 1. Quartal 2026

Hinter­grund

In den letzten Jahren wurde in queeren Kontexten vielfach eine zuneh­mende Ablehnung gerade erst erkämpfter Rechte und Norma­li­täten sowie eine erhöhte Präsenz queer­feind­lich­licher Propa­ganda im öffent­lichen Raum wahrge­nommen.
Zeitgleich nahm die Bericht­erstattung über massive queer­feind­liche Gewalt und andere queer­feind­liche Vorfälle zu.

Da kaum Zahlen oder Erhebungen zu Ausmaß, Erschei­nungs­formen und Orten (z.B. öffent­liche Verkehrs­mittel, Wohnumfeld, Praxis, …) queer­feind­licher Vorfälle vorliegen, wurde 2024 mit der Konzeption der Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit (MIQ) begonnen.

Die Melde­stelle, die im ersten Quartal 2026 ihre Arbeit aufnehmen wird, wird Vorfälle standar­di­siert und im Regelfall anonym erfassen, anony­mi­siert speichern und auswerten. Die Auswer­tungen sollen der Öffent­lichkeit in Form von Jahres­be­richten und anderen Texten und Grafiken zugänglich gemacht werden.

Das Projekt bietet

MIQ ist Zeug*innen und insbe­sondere Betrof­fenen, die sich die Mühe der Meldung machen, dankbar und weiß um mögliche Belas­tungen durch die Schil­derung des Erlebten. Das Projekt bietet deshalb an:

  • Eine anonyme Meldung, um das Sicher­heits­gefühl Betrof­fener nicht zu verletzten
  • Eine Kontakt­auf­nahme für Nachfragen oder für eine Verweis­be­ratung, z.B. wenn physische, psychische oder finan­zielle Vorfalls­folgen vorliegen. Hier wird MIQ bestmög­lichst an entspre­chende Projekte, Einrich­tungen oder Fonds verweisen.
  • Eine Vorfalls­schil­derung über Sprach­nach­richt oder Anruf, um die für die Meldung benötigte Zeit zu verkürzen oder Vertrauen im Telefonat fassen zu können.
  • Auf Wunsch der betrof­fenen Person: Die Veröf­fent­li­chung des Erlebten in Form einer Meldung in einer Online-Chronik auf der MIQ-Homepage. Diese Meldung kann selber mitge­schrieben, durch ein Zitat ergänzt oder freige­geben werden.
    MIQ unter­stützt den selbst­be­stimmten und aktiven Umgang mit dem Erlebten – gegen die passive Opfer­rolle!
Aktuelles
Zum Inhalt springen