MIQ

Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit

Hast Du Queer­feind­lichkeit (mit)erlebt oder wahrge­nommen? MIQ dokumen­tiert queer­feind­liche Vorfälle aller Art in Nieder­sachsen.

Über ein Melde­for­mular oder ein Melde­handy kannst du unkom­pli­ziert und anonym queer­feind­liche Vorfälle in Nieder­sachsen melden. Deine Meldung wird – wenn nötig nach Anony­mi­sie­rungs­maß­nahmen – in einer gesicherten Datenbank gespei­chert und ausge­wertet.

MIQ

Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit

MIQ nimmt Meldungen zu queer­feind­lichen Vorfällen über eine Homepage und ein Telefon entgegen und bietet anonyme Melde­mög­lich­keiten, Verweis­be­ratung und auf expli­ziten Wunsch einen Kurzbe­richt in einer Online-Chronik. Projektziel ist die Erfassung und Sicht­bar­ma­chung queer­feind­licher Vorfälle, um Gegen­maß­nahmen zu initi­ieren. Launch: 1. Quartal 2026

Über das Projekt

Queer­feind­lichkeit tritt in vielen Formen auf, zum Beispiel ein trans*feindlicher Angriff im Bus, ein homophober Witz am Arbeits­platz, Diskri­mi­nierung im Gesund­heits­system gegen inter* Personen, ein Aufkleber an der Laterne gegen Regen­bo­gen­fa­milien, digitale oder analoge Hassrede gegen CSDs, eine queer­feind­liche Belei­digung beim Sport,…

MIQ stellt der Community, der Öffent­lichkeit und Entscheidungsträger*innen Jahres­be­richte und andere Veröf­fent­li­chungen mit Statis­tiken und Einord­nungen zur Verfügung. So werden Ausmaß, Allge­gen­wär­tigkeit und Unter­schied­lichkeit queer­feind­licher Vorfälle sowie deren Folgen für Betroffene sicht­barer. Zugleich helfen diese Daten, Bedarfe und Leerstellen aufzu­zeigen und zielge­richtete Gegen­maß­nahmen zu ergreifen.

MIQ arbeitet bei der Erfassung, Speicherung und Auswertung der Daten gewis­senhaft, auf wissen­schaft­licher Grundlage und mit hohen Standards im Daten­schutz.

Hinter­grund

In den letzten Jahren wurde in queeren Kontexten vielfach eine zuneh­mende Ablehnung gerade erst erkämpfter Rechte und Norma­li­täten sowie eine erhöhte Präsenz queer­feind­lich­licher Propa­ganda im öffent­lichen Raum wahrge­nommen.
Zeitgleich nahm die Bericht­erstattung über massive queer­feind­liche Gewalt und andere queer­feind­liche Vorfälle zu.

Da kaum Zahlen oder Erhebungen zu Ausmaß, Erschei­nungs­formen und Orten (z.B. öffent­liche Verkehrs­mittel, Wohnumfeld, Praxis, …) queer­feind­licher Vorfälle vorliegen, wurde 2024 mit der Konzeption der Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit (MIQ) begonnen.

Das Projekt bietet

  • Eine anonyme Meldung, um das Sicher­heits­gefühl Betrof­fener nicht zu verletzten
  • Eine Kontakt­auf­nahme für Nachfragen oder für eine Verweis­be­ratung, z.B. wenn physische, psychische oder finan­zielle Vorfalls­folgen vorliegen. Hier wird MIQ bestmög­lichst an entspre­chende Projekte, Einrich­tungen oder Fonds verweisen.
  • Eine Vorfalls­schil­derung über Sprach­nach­richt oder Anruf, um die für die Meldung benötigte Zeit zu verkürzen oder Vertrauen im Telefonat fassen zu können.
  • Auf Wunsch der betrof­fenen Person: Die Veröf­fent­li­chung des Erlebten in Form einer Meldung in einer Online-Chronik auf der MIQ-Homepage. Diese Meldung kann selber mitge­schrieben, durch ein Zitat ergänzt oder freige­geben werden.
    MIQ unter­stützt den selbst­be­stimmten und aktiven Umgang mit dem Erlebten – gegen die passive Opfer­rolle!
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