Mit unserem Queeren Neujahrs­empfang 2026 haben wir gemeinsam mit queerer Zivil­ge­sell­schaft, Politik und Verwaltung das neue Jahr begonnen. Der Abend stand im Zeichen von Austausch, politi­scher Einordnung und der Würdigung queeren Engage­ments – und zeigte einmal mehr, wie wichtig starke Netzwerke und verläss­liche Struk­turen für queere Menschen in Nieder­sachsen sind.

Politische Impulse und klare Erwar­tungen

In den Redebei­trägen des Vorstands wurde deutlich: Queer­po­litik ist in Nieder­sachsen kein Randthema mehr. Fortschritte wie die Förderung zentraler queerer Struk­turen über die Politische Liste des Sozial­mi­nis­te­riums – darunter die Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit (MIQ), Projekte für queere Geflüchtete und die Trans*Beratung – zeigen, dass Bedarfe wahrge­nommen werden. Gleich­zeitig wurde klar benannt, dass queere Arbeit langfristige Sicherheit braucht. Eine Verste­tigung der Mittel in der regulären Haushalts­planung bleibt eine zentrale Forderung.

Ein weiterer Schwer­punkt lag auf dem in diesem Jahr geplanten Queeren Landes­ak­ti­onsplan. Als Landes- und Fachverband verbinden wir damit klare Erwar­tungen: Ein Aktionsplan kann nur dann wirksam sein, wenn er mit ausrei­chenden Ressourcen hinterlegt wird und gemeinsam mit der queeren Zivil­ge­sell­schaft umgesetzt wird.

Ein Grußwort von Sophie Koch, Beauf­tragte der Bundes­re­gierung für die Akzeptanz sexueller und geschlecht­licher Vielfalt, ordnete die Diskus­sionen bundes­po­li­tisch ein und unter­strich die Bedeutung verläss­licher politi­scher Rahmen­be­din­gungen auf allen Ebenen.

Goldmarie 2026 – queeres Engagement sichtbar machen

Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Goldmarie 2026, unserem queeren Preis für Fleiß und heraus­ra­gendes Engagement. Mit der Auszeichnung würdigen wir Menschen, die mit Ausdauer, Fachlichkeit und Herzblut queere Lebens­rea­li­täten sichtbar machen und Struk­turen nachhaltig stärken.

Die Goldmarie 2026 ging an Dr. Monika Brinker für ihr langjäh­riges Engagement in der queeren Bildungs­arbeit sowie an Amadeus Schwone für den Aufbau tragfä­higer queerer Community-Struk­turen im Landkreis Stade und im ländlichen Raum. Beide Preisträger*innen stehen beispielhaft für die Vielfalt und Wirksamkeit queeren Engage­ments in Nieder­sachsen.

Fotocredit: Tim Kirchhof
v.l.n.r. Amadeus Schwone, Sophie Koch und Monika Brinker
Musika­lische Begleitung durch Nina Freckles

Musik, Begegnung und Ausblick

Musika­lisch begleitet wurde der Abend von Nina Freckles, die mit eigenen Songs und queeren Hymnen den politi­schen Teil des Empfangs rahmte und in den infor­mellen Austausch überleitete.

Der Queere Neujahrs­empfang 2026 hat gezeigt: Queere Politik lebt vom Zusam­men­spiel aus Engagement, politi­scher Verant­wortung und solida­ri­scher Zivil­ge­sell­schaft – auf kommu­naler, Landes- und Bundes­ebene. Mit vielen guten Gesprächen, neuen Kontakten und gestärkten Bündnissen blicken wir gemeinsam in das neue Jahr.

Wir danken allen Gästen, Mitwir­kenden und Engagierten, die diesen Abend möglich gemacht haben und freuen uns auf alles, was wir 2026 gemeinsam bewegen werden.

Die Verleihung der Goldmarie 2026 fand im Rahmen des Queeren Neujahrs­empfang des QNN am 30.01.2026, im Alten Rathaus Hannover statt. Moderiert von Maximilian Horn aka Carrie Gold und musika­lisch begleitet von Nina Freckles verlieh Sophie Koch, Beauf­tragte der Bundes­re­gierung für die Akzeptanz sexueller und geschlecht­licher Vielfalt, die Goldmarie 2026 an folgende Personen.

Dr. Monika Brinker

V.l.n.r. Heike Schönenberg, Monika Brinker, Sophie Koch und Ursula Rosen

Dr. Monika Brinker engagiert sich seit vielen Jahren für die nachhaltige Veran­kerung geschlecht­licher und sexueller Vielfalt im Bildungs­be­reich. Als Lehrerin und Gewerk­schaf­terin verbindet sie pädago­gische Praxis, fachliche Expertise und struk­tu­relles Engagement.

Sie ist Mitbe­grün­derin des Landes­aus­schusses Queer in der GEW Nieder­sachsen und war zuvor bereits im Arbeits­kreis Queer aktiv. Ein zentraler Schwer­punkt ihrer Arbeit liegt in der Fortbildung von Lehrkräften: Dr. Monika Brinker entwi­ckelte ein praxis­nahes Fortbil­dungs­format, das sie regel­mäßig anbietet. Ergänzt wird dieses durch eine Broschüre, die konkrete Lösungs­an­sätze für heraus­for­dernde Situa­tionen im Schul­alltag aufzeigt.

Darüber hinaus war sie maßgeblich an der Entwicklung des Projekts „Schule der Vielfalt*– Nieder­sachsen“ beteiligt, dessen Bedeutung von der Landes­re­gierung anerkannt und mit perso­nellen Ressourcen ausge­stattet wurde. Als Mitglied des Organi­sa­ti­ons­teams der „Fachtagung Queere Pädagogik“ sorgt sie zudem dafür, dass diese jährlich in der Akademie Waldschlösschen statt­finden kann.

Abgerundet wird ihr Engagement durch ihre Mitwirkung im Queerchor Hannover, dem sie als Gründungs­mit­glied mit großer Leiden­schaft angehört. Dr. Monika Brinker steht für eine fachlich fundierte, verbin­dende und langfristig wirksame queere Bildungs­arbeit in Nieder­sachsen.

Amadeus Schwone

V.l.n.r. Lisa Aller, Patrick Tiedemann, Amadeus Schwone und Sophie Koch.

Amadeus Schwone engagiert sich seit vielen Jahren ehren­amtlich für Vielfalt, Prävention und Community-Arbeit. Seine Tätigkeit verbindet queere Sicht­bar­keits­arbeit mit langjäh­rigem Engagement in der Jugend- und Sport­arbeit.

Als Mitbe­gründer und 1. Vorsit­zender von QUEST – Queeres Stade e.V. hat Amadeus Schwone seit 2024 im Landkreis Stade eine tragfähige queere Infra­struktur aufgebaut, die weit in das ländliche Elbe-Weser-Dreieck ausstrahlt. Zentrales Element ist ein monat­licher queerer Stamm­tisch, der sich als verläss­licher Safer Space etabliert hat. Für viele queere Menschen ist QUEST der erste – und oft einzige – geschützte Ort in der Region.

Darüber hinaus trägt Amadeus Schwone die Haupt­ver­ant­wortung für die Organi­sation des Chris­topher Street Day in Stade, den er gemeinsam mit seinem Partner vor fünf Jahren wieder­belebt hat. Ergänzt wird dieses Engagement durch weitere Formate wie „Lichter­hafen – Gemeinsam statt einsam“, Drag Bingo, gemeinsame Teilnahmen an CSDs in anderen Städ-ten sowie eine konti­nu­ier­liche Öffent­lich­keits­arbeit.

Mit Empathie, Beharr­lichkeit und großem persön­lichen Einsatz schafft Amadeus Schwone Räume für Sicht­barkeit, Unter­stützung und Teilhabe – insbe­sondere dort, wo queere Angebote lange gefehlt haben.

Wir freuen uns verkünden zu können, dass das lange angestrebte Projekt “Trans*PARI — Peer-Ansätze in der Regio­nalen, Integrierten Trans*Gesundheitsversorgung und Beratung” in Zusam­men­arbeit mit der Justus-Liebig-Univer­sität Gießen und den Trans*Beratungen von Trans*LG, Trans*Beratung Weser-Ems, KuQ und Trans*Beratung Göttingen zum Jahres­beginn gestartet ist.

 

Ziel des Projekts ist die Unter­stützung der peer-fokus­sierten Trans*Beratung im Flächenland Nieder­sachsen einer­seits durch finan­zielle Möglich­keiten aber auch mittels Verbes­serung der Arbeits­be­din­gungen. Ergänzend arbeiten wir mit Wohlfahrt­ver­bänden zusammen, um die Verweis­kom­petenz in der Regel­ver­sorgung zu gewähr­leisten. Dies soll vor allem in ländlichen Regionen geschehen. Aus diesem Grund entsteht in Lüneburg die Innova­ti­ons­stelle des Projekts, die Arbeits­ab­läufe und Vernet­zungs­po­ten­tiale erprobt, um sie dann den anderen Trans*Beratungen zur Verfügung zu stellen. Um nachhaltige Verän­de­rungen ermög­lichen zu können, wird das Projekt wissen­schaftlich begleitet.

 

Die Projekt­leitung übernehmen für den prakti­schen Aspekt Robin Ivy Osterkamp und für den wissen­schaft­lichen Aspekt Dr. Folke Brodersen.

 

Projekt­laufzeit ist von 01.2026 — 06.2028. Weitere Infor­ma­tionen folgen. Bei Fragen oder Interesse an Zusam­men­arbeit steht die Projekt­leitung unter transpari@qnn.de zur Verfügung.

Im August 2025 hat die Arbeits­ge­mein­schaft der Wissen­schaft­lichen Medizi­ni­schen Fachge­sell­schaften e.V. (AWMF) die “S2k-Leitlinie Varianten der Geschlechts­ent­wicklung” veröf­fent­licht. Viele Organi­sa­tionen – unter ihnen mehrere Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­tionen inter­ge­schlecht­licher Menschen – kriti­sieren diese Leitlinien als patho­lo­gi­sierend. So wird in der gesamten Leitlinie eine patho­lo­gi­sie­rende Sprache verwendet, z.B. wenn von Diagnosen geschrieben und somit Inter­ge­schlecht­lichkeit klar unter die Deutungs­hoheit der Medizin gestellt wird. Besonders gravierend sind die Opera­ti­ons­emp­feh­lungen für nicht­ein­wil­li­gungs­fähige Säuglinge und Kinder bei einigen körper­lichen Beson­der­heiten, verbunden mit der Verharm­losung („Korrektur“, „kleine Eingriffe“) dieser Opera­tionen. Dabei wird verschleiert, dass diese Opera­tionen oft rein kosme­tisch sind und keine medizi­nische Notwen­digkeit haben. Handlungs­leitend sei “ein gutes funktio­nelles Ergebnis im Sinne einer Miktion im Stehen und der Erekti­ons­fä­higkeit”. Damit sollen also die Opera­tionen an nicht­ein­wil­li­gungs­fä­higen Kindern gerecht­fertigt werden, obwohl sogar in der Leitlinie die hohen Kompli­ka­ti­ons­raten dieser Opera­tionen erwähnt wird. Es ist offen­sichtlich, dass mit dieser Begründung ein binär hetero­nor­ma­tives Weltbild gefestigt wird.

 

Die Laufrichtung der Leitlinie scheint klar zu sein: Weg von Selbst­be­stimmung und Empowerment, hin zu Patho­lo­gi­sierung und Normierung. Damit steht die Leitlinie im Konflikt mit dem sog. OP-Verbot (§1631e BGB „Behandlung von Kindern mit Varianten der Geschlechts­ent­wicklung“), das die Einwil­ligung in eine „Behandlung eines nicht einwil­li­gungs­fä­higen Kindes mit einer Variante der Geschlechts­ent­wicklung einzu­wil­ligen, die, ohne dass ein weiterer Grund für die Behandlung hinzu­tritt, allein in der Absicht erfolgt, das körper­liche Erschei­nungsbild des Kindes an das des männlichen oder des weiblichen Geschlechts anzugleichen“ verhindern soll.

 

In den letzten Jahren ist die Gesell­schaft einige wichtige Schritte in Richtung Anerkennung von inter­ge­schlecht­lichen Menschen und ihrer Körper gegangen. Es ist verheerend, dass diese Leitlinie nun einige Schritte zurück geht, anstatt sich klar zu einer Vielfalt der Körper und Geschlechts­iden­ti­täten zu bekennen.

 

Eine ausführ­liche Stellung­nahme zur Leitlinie wurde von Trans­In­ter­Queer e.V. veröf­fent­licht und auch vom Queeren Netzwerk Nieder­sachen e.V. unter­zeichnet: https://www.transinterqueer.org/wp-content/uploads/2026/01/Stellungnahme_LeitlinienVdG.pdf

 

Ein Gastkom­mentar zur Leitlinie aus dem Vorstand von Trans­In­ter­Queer e.V. ist zudem auf Queer.de erschienen: https://www.queer.de/detail.php?article_id=56598

Aus der Landes­ko­or­di­nation Inter* ist die Landes­fach­stelle Inter* geworden. Dabei hat sich gar nicht so viel geändert, sondern es geht eher um eine begriff­liche Anpassung. Die Anzahl der eigenen Fachver­an­stal­tungen (z.B. Workshops, Schulungen und Beratungen von Insti­tu­tionen) und damit die Fachstel­len­arbeit ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Zudem ist der Begriff Fachstelle geläu­figer und zeigt das Aufga­ben­profil deutlicher nach außen.

Sonst hat sich nicht viel geändert: Noch immer ist die Landes­fach­stelle Inter* eine Koope­ration von Inter­ge­schlecht­liche Menschen Nieder­sachsen e.V. und dem Queeren Netzwerk Nieder­sachsen e.V. Das Team hat sich etwas erweitert: Haupt­be­ruflich aktiv sind Michael Rogenz für die Fachstel­len­arbeit und außerdem Flo Däbritz für die Inter* Peerbe­ratung und die Fachstel­len­arbeit.

Zum 15. Januar 2026 oder später suchen wir eine engagierte Person als

Studen­tische Hilfs­kraft 

zur Unter­stützung der Arbeit unserer Geschäfts­stelle.

Deine Aufgaben bei uns

  • Versand von Publi­ka­tionen und Pflege des Webshops
  • Pflege von Daten­banken und diversen Listen, Recher­che­auf­gaben
  • Assistenz bei der Planung und Durch­führung von Veran­stal­tungen
  • Pflege der Website, Instagram und Newsletter
  • Unter­stützung bei allge­meinen Verwal­tungs- und Organi­sa­ti­ons­auf­gaben

Das wünschen wir uns von dir

  • Sensi­bi­lität und Kennt­nisse zur Lebens­rea­lität queerer Menschen
  • Gute Kennt­nisse in Office- und Website-Anwen­dungen oder Bereit­schaft sich diese anzueignen
  • Interesse an adminis­tra­tiven Tätig­keiten
  • Erfah­rungen im Bereich Öffent­lich­keits­arbeit wünschenswert
  • Struk­tu­riertes, selbst­stän­diges und zuver­läs­siges Arbeiten

Das bieten wir dir

  • Arbeits­zeit­umfang 9 Stunden/Woche
  • Vergütung mit 540€ monatlich auf Minijob-Basis
  • Selbst­stän­diges Arbeiten in einem motivierten Team
  • Flexible Arbeits­zeiten in der Geschäfts­stelle Hannover

So bewirbst du dich

Die Besetzung der Stelle erfolgt unter Vorbehalt der Förder­mit­tel­zusage und ist zunächst befristet bis zum 31.12.2026. Eine Verlän­gerung ist gewünscht und wird angestrebt.

Bewerbung in einer Datei bis zum 31.12.2025 unter Angabe des frühest­mög­lichen Beschäf­ti­gungs­be­ginns bitte per Mail an bewerbung@qnn.de.

Die Bewer­bungs­ge­spräche finden voraus­sichtlich am 09.01.2026 statt

Für Rückfragen steht dir Nico Kerski gerne unter 0511–33658120 zur Verfügung.

© Tim Kirchhoff

Engagement

Goldmarie

Es ist wieder soweit: Wir suchen heraus­ra­gendes ehren­amt­liches Engagement in der queeren Community Nieder­sachsens! Mit der Goldmarie würdigen wir auch in 2026 Menschen, die sich in beson­derer Weise für sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt einsetzen und einen nachhal­tigen Beitrag für unsere Community leisten.

Engagement

Goldmarie

Es ist wieder soweit: Wir suchen heraus­ra­gendes ehren­amt­liches Engagement in der queeren Community Nieder­sachsens! Mit der Goldmarie 2026 würdigen wir Menschen, die sich in beson­derer Weise für sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt einsetzen und einen nachhal­tigen Beitrag für unsere Community leisten.

Wer verdient die Goldmarie 2026?

Die Nominie­rungs­frist für die Goldmarie 2026 ist am 20. Dezember 2025 abgelaufen.

Wir bedanken uns für alle einge­gangen Nominie­rungen!

Die Verleihung im Rahmen des Queeren Neujahrs­emp­fangs

Die Verleihung der Goldmarie 2026 wird am 30. Jannuar 2026 in Hannover im feier­lichen Rahmen unseres Queeren Neujahrs­emp­fangs statt­finden. Dieser Abend ist nicht nur ein festlicher Höhepunkt, sondern auch eine wichtige Plattform, um queere Sicht­barkeit und Solida­rität zu feiern.

Ein Meilen­stein für queere Sicht­barkeit an Schulen

Mit einer feier­lichen Zerti­fi­zierung wurde die Evange­lische IGS Wunstorf offiziell als „Schule der Vielfalt* Nieder­sachsen“ ausge­zeichnet. Die nieder­säch­sische Kultus­mi­nis­terin Julia Willie Hamburg überreichte nicht nur das Siegel, sondern unter­zeichnete zugleich eine zukunfts­wei­sende Koope­ra­ti­ons­ver­ein­barung mit dem Queeren Netzwerk Nieder­sachsen.

Diese Koope­ration markiert einen wichtigen Schritt für die struk­tu­relle Förderung sexueller und geschlecht­licher Vielfalt an Schulen im Land – und ein starkes politi­sches Bekenntnis: Schule soll ein sicherer Ort für alle Kinder und Jugend­lichen sein.

Mehr über das Projekt „Schule der Vielfalt* Nieder­sachsen“


Was diese Auszeichnung bedeutet

Die IGS Wunstorf hat nicht nur die Standards des Programms erfüllt, sondern mit Herzblut und Engagement eigene Formate entwi­ckelt. Dazu zählen:

  • Wöchent­liche queere Pausen­räume
  • Eine aktive Queer-AG
  • Sichtbare Pride-Aktionen im Schul­alltag
  • Thema­tische Buchauswahl in der Schul­bi­bliothek
  • Infor­ma­ti­ons­stände bei öffent­lichen Veran­stal­tungen der Schule

Mit dem Siegel verpflichtet sich die Schule, diesen Weg weiter­zu­gehen. Die Schul­ge­mein­schaft übernimmt Verant­wortung für ein diskri­mi­nie­rungs­sen­sibles Klima – ein Vorbild für viele andere.

Hier geht’s zu weiteren „Schulen der Vielfalt*“ in Nieder­sachsen

Starke Partner­schaft mit Wirkung

Durch die Koope­ra­ti­ons­ver­ein­barung mit dem QNN wird das Netzwerk erstmals auch finan­ziell vom Kultus­mi­nis­terium unter­stützt – mit 20.000 Euro im Jahr 2025. Zusätzlich wird eine Lehrkraft als landes­weite Koordi­nation einge­setzt. Sie berät Schulen, vernetzt Projekte und begleitet inter­es­sierte Bildungs­ein­rich­tungen auf ihrem Weg.

Das Ziel: Bis Ende 2025 sollen mindestens drei weitere Schulen zerti­fi­ziert werden. Ein landes­weites Netzwerktreffen im August soll den Austausch weiter fördern.

Ein Zeichen, das strahlt – und verpflichtet

„Wir wollen eine Schule, in der niemand Angst haben muss, sich zu zeigen“, sagte Minis­terin Hamburg in ihrer Rede. Und genau dafür steht die IGS Wunstorf. Mit ihrem Einsatz setzt sie ein klares Zeichen gegen Diskri­mi­nierung und für die Vielfalt, die unsere Gesell­schaft ausmacht.

Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass queere Themen selbst­ver­ständlich zum Schul­alltag gehören – landesweit und dauerhaft.

Interesse an einer Zerti­fi­zierung als Schule der Vielfalt*? Jetzt Kontakt aufnehmen!

 

(Bild: (v.r.n.l.) Pascal Mennen (MdL), Sandra Wolf (Koordi­na­torin Schule der Vielfalt*), Elke Helma Rothämel (Schul­leitung IGS Wunstorf), Julia Willie Hamburg (nds. Kultus­mi­nis­terin), Kerstin Gäfgen-Track (Konfö­de­ration ev. Kirchen in Nieder­sachsen) Foto: Kultus­mi­nis­terium Nieder­sachsen)

Am 28. Februar 2025 trafen sich im Alten Rathaus Hannover Vertreter*innen der queeren Community und der Politik zum Queeren Neujahrs­empfang 2025. Die Veran­staltung bot eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Anerkennung ehren­amt­lichen Engage­ments.

Politische Unter­stützung für die queere Community

Die Nieder­säch­sische Minis­terin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, eröffnete den Abend mit einem Grußwort. Sie unter­strich die Bedeutung des Dialogs zwischen Politik und Community. Zudem betonte sie, dass queere Struk­turen gestärkt und aktiv gefördert werden müssen. Diese politische Unter­stützung setzt ein klares Zeichen: Queeres Engagement verdient Anerkennung und Wertschätzung.

Goldmarie 2025: Würdigung für heraus­ra­gendes Engagement

Ein beson­derer Höhepunkt war die Verleihung der Goldmarie 2025 – der „queere Preis für Fleiß“. In diesem Jahr ehrte Innen­mi­nis­terin Daniela Behrens zwei engagierte Persön­lich­keiten, die sich unermüdlich für queere Struk­turen im ländlichen Raum einsetzen.

Die Preis­träger der Goldmarie 2025
  • Timo Raben­stein erhielt die Goldmarie für über 20 Jahre Engagement in Ostfriesland. Er gründete das GleichArt Café als feste queere Anlauf­stelle, organi­sierte zahlreiche kultu­relle Veran­stal­tungen und baute eine queere Jugend­gruppe auf.
  • Rico Stips engagiert sich im Weser­bergland. Er initi­ierte einen Queer-Treff für Jugend­liche, unter­stützt Schulen bei queeren Bildungs­pro­jekten und organi­sierte den ersten CSD in Hameln.

Mehr über die Goldmarie-Auszeichnung erfährst du hier.

Anerkennung und Ausblick

„Ihr Engagement verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch politische Unter­stützung“, sagte Lisa Kühn, Vorständin des QNN. Sie hob hervor, dass sich mit Daniela Behrens eine weitere politische Vertre­terin in die Reihe der Unterstützer*innen einfügt – nach dem Sozial­mi­nister im letzten Jahr und der Kultus­mi­nis­terin davor.

 

(Bild: QNN Vorstand und Geschäfts­führung mit Innen­mi­nis­terin Daniela Behrens (3.v.l.), und den beiden Goldmarie Preis­trägern Rico Stips (4.v.l.) und Timo Raben­stein (6.v.l.), Fotograf: Tim Kirchhof)

Kacheln in verschiedenen Blautönen. Manche Kacheln sind mit weißen Silhouetten von Meerestieren versehen.

Sport ist für vie­le trans*, inter* und nicht-binä­re Per­so­nen eine Frei­zeit­be­schäf­ti­gung, die mit viel Unsi­cher­heit ein­her­geht. Vor allem beim Schwim­men sind nicht nur die Umklei­den und Duschen oft ein Pro­blem, son­dern auch die Bade­klei­dung und die damit ver­bun­de­ne Sicht­bar­keit des Kör­pers sind in Schwimm­bä­dern meist nicht ange­nehm oder ver­ur­sa­chen Dys­pho­rie.

 

Um für trans*, inter* und nicht-binä­re Men­schen einen siche­ren Raum zum Schwim­men zu schaf­fen, orga­ni­sie­ren die Lan­des­fach­stel­le Trans* und die Lan­des­ko­or­di­na­ti­on Inter* gemein­sam mit regio­na­len Partner*innen All Bodies Swim!

 

Ein­ge­la­den sind alle trans*, inter* und sich nicht geschlecht­lich binär ver­ord­nen­den Per­so­nen, die ger­ne schwim­men und sich hier­für einen geschütz­ten Ort wün­schen. Freund*innen und Ange­hö­ri­ge in Beglei­tung sind eben­falls herz­lich will­kom­men.

 

Die Schwimm­hal­len sind wäh­rend der genann­ten Schwimm­zei­ten aus­schließ­lich für uns reser­viert. Es gibt Gemein­schafts­um­klei­den sowie Ein­zel­ka­bi­nen. Alle kön­nen die Umklei­den nut­zen, in denen sie sich am wohls­ten und sichers­ten füh­len.

 

Es gibt kei­ne kör­per­be­zo­ge­nen Vor­schrif­ten bezüg­lich der Schwimm­klei­dung. Ein­zig ver­blei­ben­de Beklei­dungs­vor­schrift: Beklei­dungs­stü­cke müs­sen aus einem Funk­ti­ons­stoff sein (z.B. kei­ne Baum­wol­le).

 

Alle Teil­neh­men­den ver­pflich­ten sich frei­wil­lig dazu, die Kör­per oder die Beklei­dung ande­rer Gäs­te nicht zu mus­tern, anzu­star­ren oder zu kom­men­tie­ren und die Gren­zen ande­rer Gäs­te zu ach­ten und zu respek­tie­ren.

 

Schwimm­kennt­nis­se sind Pflicht!

Eintritt frei.

Hannover:

 

Hal­len­bad Ander­ten
Eis­teich­weg 9
30559 Han­no­ver

 

Zu errei­chen via
S3, S7 (Rich­tung Cel­le) Hal­te­stel­le Han­no­ver Ander­ten-Mis­burg
5 (Rich­tung Ander­ten) Hal­te­stel­le Königs­ber­ger Ring

In Koope­ration mit

Logo TSV Anderten GmbH
Logo Landeshauptstadt Hannover
Logo der SHG TransParenz im Andersraum
Termine
Mai 10
Sep. 13
Okt. 11
Nov. 08

Braun­schweig:

 

Bürger­Ba­dePark
Nimes-Straße 1
38100 Braun­schweig

 

Zu erreichen via
419, 461 Halte­stelle am Wassertor
601, 620 Halte­stellen am Wassertor, John‑F.-Kennedy-Platz, Friedrich-Wilhelm-Platz
1, 2, 10 Halte­stellen John‑F.-Kennedy-Platz, Friedrich-Wilhelm-Platz

In Koope­ration mit

Banner des SLS Braunschweig e,V.
Logo der Stadt Braunschweig
Logo des VSE
Logo BürgerBadePark

Ein Projekt von

Logo Landesfachstelle Trans*

All Bodies Swim in Braun­schweig wird gefördert von

Logo stadt Braunschweig Büro Migration
Logo Demokratie Leben
Zum Inhalt springen