Frühest­möglich zum 01.08.2026 suchen wir eine engagierte Person als

Projektreferent*in für das Sport­projekt

‘Vielfalt in Bewegung! Nieder­sachsen’

 

Ziel des Projektes ist die Stärkung der Akzeptanz sexueller Orien­tie­rungen und geschlecht­licher Vielfalt im Breiten­sport des organi­sierten nieder­säch­si­schen Sports. Zielgruppe sind verant­wort­liche Personen in Sport­ver­bänden und ‑vereinen, sowohl auf der Organi­sa­ti­ons­ebene als auch aus der Sport­praxis. Das Projekt ist eine Koope­ration mit dem Landes­SportBund Nieder­sachsen e.V.

 

Mehr zum Projekt auf der Homepage vielfalt-in-bewegung.de

Aufga­ben­spektrum

  • Organi­sation von Fortbil­dungs- und Infor­ma­ti­ons­an­ge­boten
  • Erstellung von thema­ti­schen Publi­ka­tionen und Handrei­chungen
  • Öffent­lich­keits- und Netzwerk­arbeit
  • Indivi­duelle Beratung von Sport­ver­bänden und ‑vereinen
  • Zusam­men­arbeit mit dem Partner­projekt ‚Vielfalt in Bewegung! NRW‘

Gewünschtes Profil

  • Abgeschlos­senes Studium oder vergleichbare Quali­fi­kation
  • Kennt­nisse zu Struktur und Arbeit des organi­sierten Sports
  • Fachliche- und Erfah­rungs­kom­petenz zu queeren Lebens­rea­li­täten
  • Erfahrung in der Projekt- und Öffent­lich­keits­arbeit
  • Reise­be­reit­schaft, auch in den Abend­stunden und am Wochenende
  • Selbstän­diges, struk­tu­riertes und zuver­läs­siges Arbeiten

Wir bieten:

  • Teilzeit­stelle 50%, Vergütung in Anlehnung an TV‑L E11
  • Selbst­stän­diges Arbeiten in einem motivierten Team und Verband
  • Flexible Arbeits­zeiten im Hannover Büro und mobil nach Absprache

So bewirbst du dich

Die Besetzung der Stelle erfolgt aufgrund der Förder­be­din­gungen zunächst befristet bis zum 31.12.26. Eine Verlän­gerung und Erhöhung des Stellen­um­fangs auf 75% ist gewünscht und wird angestrebt.

 

Rückfragen zur Ausschreibung können Sie an Nico Kerski unter 0511–33658120 richten.

 

Bitte senden Sie ihre Bewerbung unter Angabe des frühest­mög­lichen Beschäf­ti­gungs­be­ginns bis zum 22.07.26 per Mail an bewerbung@qnn.de.

 

Die Bewer­bungs­ge­spräche werden voraus­sichtlich am 27.07 statt­finden.

 

Gefördert durch die Nieder­säch­sische Lotto-Sport-Stiftung und das Nieder­säch­sische Minis­terium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleich­stellung.

 

In Koope­ration mit dem

Die Trans*Inter*Nicht-binär*Tagung — Kurz TIN*TA! findet am 19.09.2026 in Gifhorn statt. Tagsüber in der Kreis­volks­hoch­schule Gifhorn und abends im queeren Zentrum Spektrum.

Die TIN*TA soll ein Ort sein, an dem TIN* Personen zusam­men­kommen können, um einen Tag lang Community zu erleben. Es wird Inputs zu politi­schen und aktivis­ti­schen Themen, aber auch kreative Workshops geben. Sie bietet die Möglichkeit in einer geschützten Atmosphäre Energie zu tanken.

Infos zu Barrieren (räumlich, finan­ziell oder indivi­duell)
— Die Teilnah­me­gebühr richtet sich danach, was du zahlen kannst und möchtest. Sie hilft die Tagung und die Referie­renden zu bezahlen.
— Die Veran­stal­tungsorte sind barrie­rearm. Sie sind mit dem Rollstuhl erreichbar und verfügen über barrie­rearme Toiletten
— Das Catering wird komplett vegeta­risch und vegan sein. Wenn du bestimmte Bedarfe bei deiner Ernährung (z.B. glutenfrei, Allergien und Unver­träg­lich­keiten) hast, sag uns gerne bei deiner Anmeldung Bescheid.
— Innerhalb der Räume wird während der Workshop­ver­an­stal­tungen kein Alkohol getrunken. Bei der Abend­ver­an­staltung am Samstag­abend gibt es die Möglichkeit Alkohol zu trinken.

Hier findet ihr das Programm: Programm TINTA 2026

    Anmeldung

    Hinweis: Die Angaben “Name”, “Pronomen” und “Organisation/Verein/Gruppe” benutzen wir für die Namens­schilder. Füll sie gerne so aus, wie du dich wohlfühlst. Rechnungen werden per E‑Mail verschickt. Wir schicken die Rechnungen wirklich nur per Post, wenn wir dich per E‑Mail nicht erreichen können.

    Rechnungs­adresse

    Teilnahme-Gebühr nach Selbst­ein­schätzung*

    Ich möchte an folgendem Workshop um 11:00 Uhr teilnehmen*

    Ich möchte an folgendem Workshop um 14:30 Uhr teilnehmen*

    Pflichtfeld. Ich möchte mich für die Trans*Inter*Nicht-binär*Tagung am 19.09.26 in Gifhorn verbindlich anmelden.
    Pflichtfeld. Ich bin mit der Speicherung meiner Daten allein für diesen Zweck im QNN e.V. einver­standen.
    Pflichtfeld. Ich bestätige, dass ich hiermit darüber infor­miert bin, dass ich die Anmeldung bis zu 14 Tagen vor der Veran­staltung ohne Angabe von Gründen per Mail, Fax oder Post an die Landes­fach­stelle Inter* im QNN e.V. wider­rufen kann, ohne dass mir dadurch Kosten entstehen. Bei späteren Stornie­rungen wird die Teilnah­me­gebühr nicht zurück­er­stattet.


    Die Anmeldung ist möglich, solange Plätze frei sind. Wir bitten um Anmeldung und Nachricht für den Fall, dass Überset­zungs­leis­tungen oder Ähnliches benötigt werden (DGS, Fremd­sprache)! Bitte teile uns im Textfeld mit, wenn du Allergien oder Lebens­mit­tel­un­ver­träg­lich­keiten hast.

    Die TIN*TA entsteht in Koope­ration von

    Queeres Netzwerk Gifhorn

    Inter­ge­schlecht­liche Menschen Landes­verband Nieder­sachsen e.V.

    Landes­fach­stelle Trans* und Landes­fach­stelle Inter* im Queeren Netzwerk Nieder­sachsen e.V.

    Die TIN*TA wird gefördert aus  Mitteln des Nieder­säch­si­schen Minis­te­riums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleich­stellung.

    Frühest­möglich zum 01.09.2026 suchen wir eine engagierte Person als

    Referent*in für unsere Landes­fach­stelle Inter*

     

    Die Landes­fach­stelle ist eine Koope­ration mit Inter­ge­schlecht­liche Menschen Landes­verband Nieder­sachsen e.V. (IMLVNDSeV).

    Aufga­ben­spektrum

    • Entwicklung und Durch­führung von Infor­ma­tions- und Bildungs­ver­an­stal­tungen für Fachper­sonal, insb. aus dem Gesund­heits­wesen
    • Entwicklung und Veröf­fent­li­chung von Infor­ma­ti­ons­bro­schüren in Koope­ration mit relevanten Organi­sa­tionen
    • Entwicklung und Durch­führung von Kampagnen, die die Sicht­barkeit inter­ge­schlecht­licher Menschen in Nieder­sachsen erhöhen
    • Beratung von öffent­lichen Einrich­tungen und sonstigen Organi­sa­tionen
    • Öffentlichkeits‑, Netzwerk- und Gremi­en­arbeit
    • Intensive Zusam­men­arbeit und Absprache mit IMLVNDSeV

    Gewünschtes Profil

    • Fachliche und Erfah­rungs­kom­pe­tenzen zur Lebens­wirk­lichkeit inter­ge­schlecht­licher Menschen
    • Erfahrung in der Netzwerk­arbeit mit unter­schied­lichen Organi­sa­tionen
    • Erfah­rungen in Projekt- und Öffent­lich­keits­arbeit, sowie Veran­stal­tungs­or­ga­ni­sation
    • Reise­be­reit­schaft, auch in Abend­stunden und am Wochenende
    • Struk­tu­riertes, selbst­stän­diges und zuver­läs­siges Arbeiten
    • Abgeschlossene Berufs­aus­bildung oder abgeschlos­senes Studium

    Wir bieten:

    • Teilzeit­stelle 50%, Vergütung in Anlehnung an TV‑L E11
    • Selbst­stän­diges Arbeiten in einem motivierten Team und Verband
    • Flexible Arbeits­zeiten im Hannover Büro und mobil nach Absprache

    So bewirbst du dich

    Die Besetzung der Stelle erfolgt aufgrund der Förder­be­din­gungen zunächst befristet bis zum 31.12.26. Eine Verlän­gerung ist gewünscht und wird angestrebt.

     

    Rückfragen zur Ausschreibung können Sie an Nico Kerski unter 0511–33658120 richten.

     

    Wir freuen uns insbe­sondere über Bewer­bungen von inter­ge­schlecht­lichen Menschen und Angehö­rigen inter­ge­schlecht­licher Menschen und möchten ausdrücklich BIPoC, Menschen mit Flucht- und/oder Behin­de­rungs­er­fahrung, sowie Menschen, die von Mehrfach­mar­gi­na­li­sierung betroffen sind, zur Bewerbung
    ermutigen.

     

    Bitte senden Sie ihre Bewerbung unter Angabe des frühest­mög­lichen Beschäf­ti­gungs­be­ginns bis zum 31.05.26 per Mail an bewerbung@qnn.de.

     

    Die Bewer­bungs­ge­spräche werden voraus­sichtlich am 10.06 und 17.06.26 statt­finden.

     

    Gefördert durch das Nieder­säch­sische Minis­terium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleich­stellung.

     

    In Koope­ration mit

    IOC Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Conside­ra­tions for Inter­na­tional Federa­tions and Sports Governing Bodies

    Stand: Mai 2026

    Am 26. März veröf­fent­lichte das Inter­na­tionale Olympische Komitee (IOC) eine neue Richt­linie für Sport­le­rinnen. Die Richt­linie mit dem Namen IOC Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Conside­ra­tions for Inter­na­tional Federa­tions and Sports Governing Bodies regelt die Teilnahme an inter­na­tio­nalen Frauen-Wettbe­werben und gibt gleich­zeitig Empfeh­lungen für inter­na­tionale Verbände und Sport­fach­ver­bände. Um an olympi­schen Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen, müssen sich Sport­le­rinnen nun einem Gentest unter­ziehen, der den Chromo­so­mensatz überprüft. Nur Sport­le­rinnen, die diese Überprüfung erfolg­reich absol­vieren, erhalten die Start­erlaubnis. Für alle anderen Sport­le­rinnen bedeutet dies ein Ausschluss.

    Begründet wird dieser Schritt vom IOC mit dem Schutz der „Frauen-Kategorie“ vor „biolo­gi­schen Männern“, da diese einen angeb­lichen Leistungs­vorteil in Sport­arten und Diszi­plinen haben, bei denen es auf Kraft, Schnell­kraft und/oder Ausdauer ankomme. So soll die neue Richt­linie „Fairness, Sicherheit und Integrität im Spitzen­sport zuver­lässig gewähr­leisten“.

    Die Teilnah­me­be­rech­tigung in der Frauen-Kategorie soll ab sofort auf Basis eines Scree­nings nach dem SRY-Gen vergeben werden, das in der Richt­linie als Beweis über das „biolo­gische Geschlecht“ gewertet wird. Biolo­gische Geschlechts­ent­wicklung kann jedoch nicht allein durch das SRY-Gen bestimmt werden. Der Entdecker des zu scree­nenden SRY-Gens Andres Sinclair selbst kriti­siert die Verwendung des Tests für die Zugangs­be­rech­tigung im Sport scharf: metho­disch sei der SRY-Test zu verein­facht und zudem fehler­an­fällig.

    Die neue Richt­linie löst das 2021 verab­schiedete IOC Framework on Fairness, Inclusion, and Non-Discri­mi­nation on the Basis of Gender Identity and Sex Varia­tions 4 ab. Während das Framework auf drei grund­le­genden Werten der Olympi­schen Bewegung beruht – Fairness, Inklusion und Nicht-Diskri­mi­nierung – entfernt sich das IOC mit der neuen Richt­linie von die-sen Grund­werten des Sports. Statt­dessen behandelt das IOC Fairness und Inklusion als ge-gensätz­liche Prinzipien. Es repro­du­ziert und verstärkt damit genau die Spaltung, die das ur-sprüng­liche Framework als Problem beschrieb.

    Grund­sätzlich wider­spricht die unein­ge­schränkte Annahme, dass allein das „biolo­gische“ Geschlecht für Leistungs­un­ter­schiede verant­wortlich ist, dem aktuellen wissen­schaft­lichen Konsens. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass die derzei­tigen Erkennt­nisse zwar begrenzt sind, jedoch keine pauschalen Verbote recht­fer­tigen, die auf der Annahme beruhen, dass trans* Frauen gegenüber cis Frauen im Sport einen angebo­renen Vorteil hätten. Darüber hinaus ignoriert die Richt­linie, dass es mehr als zwei biolo­gische Geschlechter und Menschen mit Varianten der Geschlechts­ent­wicklung gibt. So ist in Deutschland seit 2019 der Geschlechts­eintrag ‚divers‘ oder ‚keine Angabe‘ möglich.

    In der neuen Richt­linie beruft sich das IOC immer wieder auf vermeintlich eindeutige aktuelle wissen­schaft­liche Erkennt­nisse, aller­dings wird keine dieser Quellen referen­ziert. Weiterhin ist nicht nachvoll­ziehbar, wer Teil der Working Group war, wie diese gearbeitet hat und wie der Review­prozess des bishe­rigen Frame­works vonstat­tenging.

    Als Queeres Netzwerk NRW und Queeres Netzwerk Nieder­sachsen beobachten wir diese Entwick­lungen kritisch. Die zugrunde gelegten Annahmen sind wissen­schaftlich nachweislich überholt und bergen erheb­liche Risiken: Denn verpflich­tende genetische Scree­nings greifen tief in die körper­liche Selbst­be­stimmung ein und können Stigma­ti­sierung, Diskri­mi­nierung und Ausgrenzung zur Folge haben. Sie reduzieren Geschlecht auf einen einzelnen biolo­gi­schen Marker und ignorieren geschlecht­liche Vielfalt sowie die Komple­xität geschlecht­licher Entwicklung und damit die Lebens­rea­li­täten von inter*, trans* und nicht-binären Menschen. Die Policy hat zudem eine erheb­liche Vorbild­wirkung über den Leistungs­sport hinaus: Sie setzt Standards und Narrative, die in den Breiten- und Vereins­sport ausstrahlen und damit auch in Deutschland konkrete Auswir­kungen auf die Teilhabe und Sicherheit queerer Menschen im Sport­alltag hat.

    Zugleich unter­läuft die Regelung zentrale sport­ethische und menschen­recht­liche Prinzipien wie Teilhabe, Nicht-Diskri­mi­nierung und körper­licher Unver­sehrtheit. Statt Fairness zu stärken, repro­du­ziert sie ausschlie­ßende Struk­turen und biolo­gis­tische Verein­fa­chungen.

    Als Queeres Netzwerk NRW und Queeres Netzwerk Nieder­sachsen fordern wir sowohl das IOC als auch inter­na­tionale Sport­ver­bände dazu auf, diese Richt­linie grund­legend zu überar-beiten und einen Rahmen zu entwi­ckeln, der wissen­schaft­liche Evidenz in Hinsicht auf ge-schlecht­liche Vielfalt ernst­nimmt und Menschen­rechte schützt.

    Ab dem 14. April können queer­feind­liche Vorfälle in Nieder­sachsen erstmals über eine zivil­ge­sell­schaft­liche Melde­stelle dokumen­tiert werden. Das Queere Netzwerk Nieder­sachsen e.V. (QNN) startet mit der Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit (MIQ) ein Online­portal zur Erfassung queer­feind­licher Vorfälle. Ziel der Melde­stelle ist es, Ausmaß, Erschei­nungs­formen und Folgen von Queer­feind­lichkeit in Nieder­sachsen sichtbar zu machen und Betroffene dabei zu unter­stützen, passende Unter­stützung zu finden.

     

    „Die steigende Zahl queer­feind­licher Angriffe ist ein Alarm­zeichen für unsere Gesell­schaft. Wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orien­tierung oder geschlecht­lichen Identität angegriffen werden, betrifft das unser aller Werte­ver­ständnis und unser demokra­ti­sches Mitein­ander. Die Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit (MIQ) leistet hier einen wichtigen Beitrag, indem sie queer­feind­liche Vorfälle syste­ma­tisch dokumen­tiert und Betrof­fenen einen sicheren, anonymen Raum bietet, sich Gehör zu verschaffen. Die Arbeit von MIQ ist entscheidend, um das Ausmaß und die Folgen dieser Gewalt zu verstehen und gezielt darauf reagieren zu können. Wir müssen als Gesell­schaft zusam­men­stehen und diese Angriffe mit aller Entschlos­senheit bekämpfen“, betont Dr. Andreas Philippi, Nieder­säch­si­scher Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleich­stellung.

     

    „Viele Vorfälle werden nicht angezeigt und bleiben unsichtbar. Mit der Melde­stelle schaffen wir eine niedrig­schwellige Möglichkeit, Erfah­rungen zu melden und zu dokumen­tieren“, sagt Lisa Kühn, Vorständin beim Queeren Netzwerk Nieder­sachsen. „Nur mit einem fundierten Lagebild können wirksame Präven­ti­ons­maß­nahmen entwi­ckelt werden.“

     

    Über ein Online-Melde­for­mular sowie ein Melde­handy können queer­feind­liche Vorfälle aus ganz Nieder­sachsen gemeldet werden. Erfasst werden Online- und Offline-Vorfälle von diskri­mi­nie­renden Postings bis zu Gewalt­taten.

     

    MIQ arbeitet dabei mit hohen Standards in Bezug auf Daten­schutz und Daten­si­cherheit und gewähr­leistet durch anonyme Meldewege einen besonders niedrig­schwel­ligen und sicheren Zugang für Betroffene. Die erfassten Meldungen werden ausge­wertet und einge­ordnet, um Entwick­lungen und Muster sichtbar zu machen. Damit soll ein realis­ti­sches Bild zur Sicher­heitslage queerer Menschen in Nieder­sachsen entstehen und eine Grundlage für Prävention, politische Maßnahmen und gesell­schaft­liche Aufklärung geschaffen werden.

     

    Menschen, die nach einem queer­feind­lichen Vorfall Beratung oder Unter­stützung suchen, können im Rahmen der Vorfalls­meldung durch MIQ eine einmalige Verweis­be­ratung erhalten.

     

    Auf Wunsch veröf­fent­licht MIQ kurze, anony­mi­sierte Schil­de­rungen einzelner Vorfälle in einer Vorfalls­auf­listung (Chronik) auf der Website. Diese sollen die Vielfalt queer­feind­licher Erfah­rungen sichtbar machen und gleich­zeitig die Perspek­tiven der Betrof­fenen respektvoll darstellen.

     

    Die Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit wird durch das Nieder­säch­sische Minis­terium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleich­stellung gefördert und ermög­licht.

     

     

    Presse­mit­teilung zum Download

     

    Mehr zum Thema

     

    Website der Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit (MIQ)

    Die Verleihung der Goldmarie 2026 fand im Rahmen des Queeren Neujahrs­empfang des QNN am 30.01.2026, im Alten Rathaus Hannover statt. Moderiert von Maximilian Horn aka Carrie Gold und musika­lisch begleitet von Nina Freckles verlieh Sophie Koch, Beauf­tragte der Bundes­re­gierung für die Akzeptanz sexueller und geschlecht­licher Vielfalt, die Goldmarie 2026 an folgende Personen.

    Dr. Monika Brinker

    V.l.n.r. Heike Schönenberg, Monika Brinker, Sophie Koch und Ursula Rosen

    Dr. Monika Brinker engagiert sich seit vielen Jahren für die nachhaltige Veran­kerung geschlecht­licher und sexueller Vielfalt im Bildungs­be­reich. Als Lehrerin und Gewerk­schaf­terin verbindet sie pädago­gische Praxis, fachliche Expertise und struk­tu­relles Engagement.

    Sie ist Mitbe­grün­derin des Landes­aus­schusses Queer in der GEW Nieder­sachsen und war zuvor bereits im Arbeits­kreis Queer aktiv. Ein zentraler Schwer­punkt ihrer Arbeit liegt in der Fortbildung von Lehrkräften: Dr. Monika Brinker entwi­ckelte ein praxis­nahes Fortbil­dungs­format, das sie regel­mäßig anbietet. Ergänzt wird dieses durch eine Broschüre, die konkrete Lösungs­an­sätze für heraus­for­dernde Situa­tionen im Schul­alltag aufzeigt.

    Darüber hinaus war sie maßgeblich an der Entwicklung des Projekts „Schule der Vielfalt*– Nieder­sachsen“ beteiligt, dessen Bedeutung von der Landes­re­gierung anerkannt und mit perso­nellen Ressourcen ausge­stattet wurde. Als Mitglied des Organi­sa­ti­ons­teams der „Fachtagung Queere Pädagogik“ sorgt sie zudem dafür, dass diese jährlich in der Akademie Waldschlösschen statt­finden kann.

    Abgerundet wird ihr Engagement durch ihre Mitwirkung im Queerchor Hannover, dem sie als Gründungs­mit­glied mit großer Leiden­schaft angehört. Dr. Monika Brinker steht für eine fachlich fundierte, verbin­dende und langfristig wirksame queere Bildungs­arbeit in Nieder­sachsen.

    Amadeus Schwone

    V.l.n.r. Lisa Aller, Patrick Tiedemann, Amadeus Schwone und Sophie Koch.

    Amadeus Schwone engagiert sich seit vielen Jahren ehren­amtlich für Vielfalt, Prävention und Community-Arbeit. Seine Tätigkeit verbindet queere Sicht­bar­keits­arbeit mit langjäh­rigem Engagement in der Jugend- und Sport­arbeit.

    Als Mitbe­gründer und 1. Vorsit­zender von QUEST – Queeres Stade e.V. hat Amadeus Schwone seit 2024 im Landkreis Stade eine tragfähige queere Infra­struktur aufgebaut, die weit in das ländliche Elbe-Weser-Dreieck ausstrahlt. Zentrales Element ist ein monat­licher queerer Stamm­tisch, der sich als verläss­licher Safer Space etabliert hat. Für viele queere Menschen ist QUEST der erste – und oft einzige – geschützte Ort in der Region.

    Darüber hinaus trägt Amadeus Schwone die Haupt­ver­ant­wortung für die Organi­sation des Chris­topher Street Day in Stade, den er gemeinsam mit seinem Partner vor fünf Jahren wieder­belebt hat. Ergänzt wird dieses Engagement durch weitere Formate wie „Lichter­hafen – Gemeinsam statt einsam“, Drag Bingo, gemeinsame Teilnahmen an CSDs in anderen Städ-ten sowie eine konti­nu­ier­liche Öffent­lich­keits­arbeit.

    Mit Empathie, Beharr­lichkeit und großem persön­lichen Einsatz schafft Amadeus Schwone Räume für Sicht­barkeit, Unter­stützung und Teilhabe – insbe­sondere dort, wo queere Angebote lange gefehlt haben.

    Zum 15. Januar 2026 oder später suchen wir eine engagierte Person als

    Studen­tische Hilfs­kraft 

    zur Unter­stützung der Arbeit unserer Geschäfts­stelle.

    Deine Aufgaben bei uns

    • Versand von Publi­ka­tionen und Pflege des Webshops
    • Pflege von Daten­banken und diversen Listen, Recher­che­auf­gaben
    • Assistenz bei der Planung und Durch­führung von Veran­stal­tungen
    • Pflege der Website, Instagram und Newsletter
    • Unter­stützung bei allge­meinen Verwal­tungs- und Organi­sa­ti­ons­auf­gaben

    Das wünschen wir uns von dir

    • Sensi­bi­lität und Kennt­nisse zur Lebens­rea­lität queerer Menschen
    • Gute Kennt­nisse in Office- und Website-Anwen­dungen oder Bereit­schaft sich diese anzueignen
    • Interesse an adminis­tra­tiven Tätig­keiten
    • Erfah­rungen im Bereich Öffent­lich­keits­arbeit wünschenswert
    • Struk­tu­riertes, selbst­stän­diges und zuver­läs­siges Arbeiten

    Das bieten wir dir

    • Arbeits­zeit­umfang 9 Stunden/Woche
    • Vergütung mit 540€ monatlich auf Minijob-Basis
    • Selbst­stän­diges Arbeiten in einem motivierten Team
    • Flexible Arbeits­zeiten in der Geschäfts­stelle Hannover

    So bewirbst du dich

    Die Besetzung der Stelle erfolgt unter Vorbehalt der Förder­mit­tel­zusage und ist zunächst befristet bis zum 31.12.2026. Eine Verlän­gerung ist gewünscht und wird angestrebt.

    Bewerbung in einer Datei bis zum 31.12.2025 unter Angabe des frühest­mög­lichen Beschäf­ti­gungs­be­ginns bitte per Mail an bewerbung@qnn.de.

    Die Bewer­bungs­ge­spräche finden voraus­sichtlich am 09.01.2026 statt

    Für Rückfragen steht dir Nico Kerski gerne unter 0511–33658120 zur Verfügung.

    © Tim Kirchhoff

    Ein Meilen­stein für queere Sicht­barkeit an Schulen

    Mit einer feier­lichen Zerti­fi­zierung wurde die Evange­lische IGS Wunstorf offiziell als „Schule der Vielfalt* Nieder­sachsen“ ausge­zeichnet. Die nieder­säch­sische Kultus­mi­nis­terin Julia Willie Hamburg überreichte nicht nur das Siegel, sondern unter­zeichnete zugleich eine zukunfts­wei­sende Koope­ra­ti­ons­ver­ein­barung mit dem Queeren Netzwerk Nieder­sachsen.

    Diese Koope­ration markiert einen wichtigen Schritt für die struk­tu­relle Förderung sexueller und geschlecht­licher Vielfalt an Schulen im Land – und ein starkes politi­sches Bekenntnis: Schule soll ein sicherer Ort für alle Kinder und Jugend­lichen sein.

    Mehr über das Projekt „Schule der Vielfalt* Nieder­sachsen“


    Was diese Auszeichnung bedeutet

    Die IGS Wunstorf hat nicht nur die Standards des Programms erfüllt, sondern mit Herzblut und Engagement eigene Formate entwi­ckelt. Dazu zählen:

    • Wöchent­liche queere Pausen­räume
    • Eine aktive Queer-AG
    • Sichtbare Pride-Aktionen im Schul­alltag
    • Thema­tische Buchauswahl in der Schul­bi­bliothek
    • Infor­ma­ti­ons­stände bei öffent­lichen Veran­stal­tungen der Schule

    Mit dem Siegel verpflichtet sich die Schule, diesen Weg weiter­zu­gehen. Die Schul­ge­mein­schaft übernimmt Verant­wortung für ein diskri­mi­nie­rungs­sen­sibles Klima – ein Vorbild für viele andere.

    Hier geht’s zu weiteren „Schulen der Vielfalt*“ in Nieder­sachsen

    Starke Partner­schaft mit Wirkung

    Durch die Koope­ra­ti­ons­ver­ein­barung mit dem QNN wird das Netzwerk erstmals auch finan­ziell vom Kultus­mi­nis­terium unter­stützt – mit 20.000 Euro im Jahr 2025. Zusätzlich wird eine Lehrkraft als landes­weite Koordi­nation einge­setzt. Sie berät Schulen, vernetzt Projekte und begleitet inter­es­sierte Bildungs­ein­rich­tungen auf ihrem Weg.

    Das Ziel: Bis Ende 2025 sollen mindestens drei weitere Schulen zerti­fi­ziert werden. Ein landes­weites Netzwerktreffen im August soll den Austausch weiter fördern.

    Ein Zeichen, das strahlt – und verpflichtet

    „Wir wollen eine Schule, in der niemand Angst haben muss, sich zu zeigen“, sagte Minis­terin Hamburg in ihrer Rede. Und genau dafür steht die IGS Wunstorf. Mit ihrem Einsatz setzt sie ein klares Zeichen gegen Diskri­mi­nierung und für die Vielfalt, die unsere Gesell­schaft ausmacht.

    Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass queere Themen selbst­ver­ständlich zum Schul­alltag gehören – landesweit und dauerhaft.

    Interesse an einer Zerti­fi­zierung als Schule der Vielfalt*? Jetzt Kontakt aufnehmen!

     

    (Bild: (v.r.n.l.) Pascal Mennen (MdL), Sandra Wolf (Koordi­na­torin Schule der Vielfalt*), Elke Helma Rothämel (Schul­leitung IGS Wunstorf), Julia Willie Hamburg (nds. Kultus­mi­nis­terin), Kerstin Gäfgen-Track (Konfö­de­ration ev. Kirchen in Nieder­sachsen) Foto: Kultus­mi­nis­terium Nieder­sachsen)

    Das QNN – Queeres Netzwerk Nieder­sachsen – ist der Landes- und Fachverband für queere Vereine und Gruppen in Nieder­sachsen. Gemeinsam setzen wir uns für sexuelle und geschlecht­liche Vielfalt ein, stärken unsere Mitglieds­or­ga­ni­sa­tionen und vertreten ihre Inter­essen auf Landes­ebene.

     

    Zum 01. Februar 2025 oder später suchen wir eine engagierte Person als

    Referent*in der Fach- und Melde­stelle Queer­feind­lichkeit

    Mit der neuen Fach- und Melde­stelle wollen wir einen zentralen Beitrag zur Sicht­bar­ma­chung queer­feind­licher Vorfälle leisten, die queere Community stärken und Fachkräfte sensi­bi­li­sieren. Wenn du Lust hast, dieses wichtige Projekt aufzu­bauen und zu gestalten, freuen wir uns auf deine Bewerbung!

    Deine Aufgaben bei uns

    • Aufbau und Leitung der Fach- und Melde­stelle Queer­feind­lichkeit
    • Entwicklung und Durch­führung von Öffent­lich­keits- und Kampa­gnen­arbeit
    • Koordi­nation der techni­schen Umsetzung und Einführung des Melde­systems
    • Betreuung und Auswertung des Online-Melde­systems
    • Vernetzung mit Melde­stellen, Beratungs­stellen, Gewalt­schutz­struk­turen und Behörden
    • Organi­sation und Durch­führung von Fortbil­dungen für Fachper­sonal
    • Erstellung von Monitoring- und Lagebe­richten

    Das wünschen wir uns von dir

    • Abgeschlos­senes Studium oder eine vergleichbare Quali­fi­kation
    • Fachliche Kompetenz und Erfah­rungen zu Lebens­rea­li­täten queerer Menschen
    • Erfah­rungen im Projekt­ma­nagement und in der Öffent­lich­keits­arbeit
    • Vernet­zungs­kom­petenz und Zusam­men­arbeit mit verschie­denen Insti­tu­tionen
    • Flexi­bi­lität und Bereit­schaft zu Reisen sowie zu Einsätzen am Abend und Wochenende
    • Struk­tu­riertes, eigen­ver­ant­wort­liches und zuver­läs­siges Arbeiten

    Das bieten wir dir

    • Eine Anstellung in Voll- oder Teilzeit (30–40 Stunden/Woche)
    • Vergütung nach TV‑L E11, abhängig von deiner Erfahrung
    • Flexible Arbeits­zeiten – Arbeiten in unserer Geschäfts­stelle in Hannover und mobil möglich
    • Eigen­ver­ant­wort­liches Arbeiten in einem motivierten Team
    • Eine zunächst bis 31.12.2025 befristete Stelle mit Option auf Verlän­gerung

    So bewirbst du dich

    Bitte sende uns deine Bewerbung (inkl. frühest­mög­lichem Start­datum und gewünschtem Stellen­umfang) in einer Datei bis spätestens 05. Januar 2025 per Mail an:
    bewerbung@qnn.de

     

    Die Bewer­bungs­ge­spräche finden voraus­sichtlich am 09. und 10. Januar 2025 statt.

     

    Für Rückfragen steht dir Nico Kerski gerne unter 0511–33658120 zur Verfügung.

     

    Gemeinsam gegen Queer­feind­lichkeit
    Mit der Fach- und Melde­stelle Queer­feind­lichkeit möchten wir einen geschützten Raum schaffen, Vorfälle sichtbar machen und Handlungs­an­sätze entwi­ckeln. Du möchtest Teil dieser wichtigen Arbeit werden? Dann freuen wir uns auf dich!

     

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    © Tim Kirchhoff

    Heute startet offiziell die landes­weite Inter* Beratung Nieder­sachsen. Nieder­sachsen setzt damit ein starkes Zeichen für Gemein­schaft und Unter­stützung. Mit dem Projekt wird eine niedrig­schwellige und kostenlose Beratung für Inter*Personen und deren An- und Zugehörige ermög­licht.

     

    Inter­ge­schlecht­liche Menschen sind noch immer massiven Diskri­mi­nie­rungen und Menschen­rechts­ver­let­zungen ausge­setzt. Obwohl gesund geboren, werden sie von medizi­ni­schen Insti­tu­tionen oft zu Syndromen erklärt und sollen mit Opera­tionen und anderen medizi­ni­schen Maßnahmen einem medizi­nisch definierten männlichen oder weiblichen Normkörper angeglichen werden.

     

    Die Inter* Beratung schafft für Betroffene eine neue Perspektive auf Inter­ge­schlecht­lichkeit: Weg von der Medizin, den Diagnosen, Therapien und ‚Korrek­tur­wün­schen‘ und hin zu den psycho­so­zialen Aspekten, also Empowerment, Stärkung und Selbst­hilfe. „Die Beratung ist ein wichtiges Mittel zur Selbst­er­mäch­tigung von inter* Personen. Durch den Peer-to-Peer Ansatz erfolgt die Beratung auf Augenhöhe und zeichnet sich durch ein beson­deres Maß an Erfah­rungs­wissen und Feld-Kenntnis aus“, fasst Projekt­leitung Flo Däbritz zusammen.

     

    Michael Rogenz, Landes­ko­or­di­nation Inter* im QNN, unter­streicht das besondere Angebot: „Die neue haupt­amt­liche Beratungs­stelle basiert auf der langen Erfahrung innerhalb der Community mit ehren­amt­lichen Peerbe­ra­tungs­an­ge­boten und schafft ein flächen­de­ckendes Unter­stüt­zungs­an­gebot in Nieder­sachsen.“

     

    Die Inter* Beratung Nieder­sachsen ist ein Projekt des Queeren Netzwerk Nieder­sachsen und wird in Koope­ration mit Inter­ge­schlecht­liche Menschen Landes­verband Nieder­sachsen durch­ge­führt. Finan­ziert wird sie aus Mitteln des Nieder­säch­si­schen Sozial­mi­nis­te­riums, welche über die Politische Liste der Regie­rungs­frak­tionen für das Haushaltsjahr 2024 bereit­ge­stellt wurden. Eine Fortführung des Projektes ist von der Haushalts­planung 2025 abhängig.

     

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    Webseite der Inter* Beratung Nieder­sachsen

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