Frühest­möglich zum 01.08.2026 suchen wir eine engagierte Person als

Projektreferent*in für das Sport­projekt

‘Vielfalt in Bewegung! Nieder­sachsen’

 

Ziel des Projektes ist die Stärkung der Akzeptanz sexueller Orien­tie­rungen und geschlecht­licher Vielfalt im Breiten­sport des organi­sierten nieder­säch­si­schen Sports. Zielgruppe sind verant­wort­liche Personen in Sport­ver­bänden und ‑vereinen, sowohl auf der Organi­sa­ti­ons­ebene als auch aus der Sport­praxis. Das Projekt ist eine Koope­ration mit dem Landes­SportBund Nieder­sachsen e.V.

 

Mehr zum Projekt auf der Homepage vielfalt-in-bewegung.de

Aufga­ben­spektrum

  • Organi­sation von Fortbil­dungs- und Infor­ma­ti­ons­an­ge­boten
  • Erstellung von thema­ti­schen Publi­ka­tionen und Handrei­chungen
  • Öffent­lich­keits- und Netzwerk­arbeit
  • Indivi­duelle Beratung von Sport­ver­bänden und ‑vereinen
  • Zusam­men­arbeit mit dem Partner­projekt ‚Vielfalt in Bewegung! NRW‘

Gewünschtes Profil

  • Abgeschlos­senes Studium oder vergleichbare Quali­fi­kation
  • Kennt­nisse zu Struktur und Arbeit des organi­sierten Sports
  • Fachliche- und Erfah­rungs­kom­petenz zu queeren Lebens­rea­li­täten
  • Erfahrung in der Projekt- und Öffent­lich­keits­arbeit
  • Reise­be­reit­schaft, auch in den Abend­stunden und am Wochenende
  • Selbstän­diges, struk­tu­riertes und zuver­läs­siges Arbeiten

Wir bieten:

  • Teilzeit­stelle 50%, Vergütung in Anlehnung an TV‑L E11
  • Selbst­stän­diges Arbeiten in einem motivierten Team und Verband
  • Flexible Arbeits­zeiten im Hannover Büro und mobil nach Absprache

So bewirbst du dich

Die Besetzung der Stelle erfolgt aufgrund der Förder­be­din­gungen zunächst befristet bis zum 31.12.26. Eine Verlän­gerung und Erhöhung des Stellen­um­fangs auf 75% ist gewünscht und wird angestrebt.

 

Rückfragen zur Ausschreibung können Sie an Nico Kerski unter 0511–33658120 richten.

 

Bitte senden Sie ihre Bewerbung unter Angabe des frühest­mög­lichen Beschäf­ti­gungs­be­ginns bis zum 22.07.26 per Mail an bewerbung@qnn.de.

 

Die Bewer­bungs­ge­spräche werden voraus­sichtlich am 27.07 statt­finden.

 

Gefördert durch die Nieder­säch­sische Lotto-Sport-Stiftung und das Nieder­säch­sische Minis­terium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleich­stellung.

 

In Koope­ration mit dem

IOC Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Conside­ra­tions for Inter­na­tional Federa­tions and Sports Governing Bodies

Stand: Mai 2026

Am 26. März veröf­fent­lichte das Inter­na­tionale Olympische Komitee (IOC) eine neue Richt­linie für Sport­le­rinnen. Die Richt­linie mit dem Namen IOC Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Conside­ra­tions for Inter­na­tional Federa­tions and Sports Governing Bodies regelt die Teilnahme an inter­na­tio­nalen Frauen-Wettbe­werben und gibt gleich­zeitig Empfeh­lungen für inter­na­tionale Verbände und Sport­fach­ver­bände. Um an olympi­schen Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen, müssen sich Sport­le­rinnen nun einem Gentest unter­ziehen, der den Chromo­so­mensatz überprüft. Nur Sport­le­rinnen, die diese Überprüfung erfolg­reich absol­vieren, erhalten die Start­erlaubnis. Für alle anderen Sport­le­rinnen bedeutet dies ein Ausschluss.

Begründet wird dieser Schritt vom IOC mit dem Schutz der „Frauen-Kategorie“ vor „biolo­gi­schen Männern“, da diese einen angeb­lichen Leistungs­vorteil in Sport­arten und Diszi­plinen haben, bei denen es auf Kraft, Schnell­kraft und/oder Ausdauer ankomme. So soll die neue Richt­linie „Fairness, Sicherheit und Integrität im Spitzen­sport zuver­lässig gewähr­leisten“.

Die Teilnah­me­be­rech­tigung in der Frauen-Kategorie soll ab sofort auf Basis eines Scree­nings nach dem SRY-Gen vergeben werden, das in der Richt­linie als Beweis über das „biolo­gische Geschlecht“ gewertet wird. Biolo­gische Geschlechts­ent­wicklung kann jedoch nicht allein durch das SRY-Gen bestimmt werden. Der Entdecker des zu scree­nenden SRY-Gens Andres Sinclair selbst kriti­siert die Verwendung des Tests für die Zugangs­be­rech­tigung im Sport scharf: metho­disch sei der SRY-Test zu verein­facht und zudem fehler­an­fällig.

Die neue Richt­linie löst das 2021 verab­schiedete IOC Framework on Fairness, Inclusion, and Non-Discri­mi­nation on the Basis of Gender Identity and Sex Varia­tions 4 ab. Während das Framework auf drei grund­le­genden Werten der Olympi­schen Bewegung beruht – Fairness, Inklusion und Nicht-Diskri­mi­nierung – entfernt sich das IOC mit der neuen Richt­linie von die-sen Grund­werten des Sports. Statt­dessen behandelt das IOC Fairness und Inklusion als ge-gensätz­liche Prinzipien. Es repro­du­ziert und verstärkt damit genau die Spaltung, die das ur-sprüng­liche Framework als Problem beschrieb.

Grund­sätzlich wider­spricht die unein­ge­schränkte Annahme, dass allein das „biolo­gische“ Geschlecht für Leistungs­un­ter­schiede verant­wortlich ist, dem aktuellen wissen­schaft­lichen Konsens. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass die derzei­tigen Erkennt­nisse zwar begrenzt sind, jedoch keine pauschalen Verbote recht­fer­tigen, die auf der Annahme beruhen, dass trans* Frauen gegenüber cis Frauen im Sport einen angebo­renen Vorteil hätten. Darüber hinaus ignoriert die Richt­linie, dass es mehr als zwei biolo­gische Geschlechter und Menschen mit Varianten der Geschlechts­ent­wicklung gibt. So ist in Deutschland seit 2019 der Geschlechts­eintrag ‚divers‘ oder ‚keine Angabe‘ möglich.

In der neuen Richt­linie beruft sich das IOC immer wieder auf vermeintlich eindeutige aktuelle wissen­schaft­liche Erkennt­nisse, aller­dings wird keine dieser Quellen referen­ziert. Weiterhin ist nicht nachvoll­ziehbar, wer Teil der Working Group war, wie diese gearbeitet hat und wie der Review­prozess des bishe­rigen Frame­works vonstat­tenging.

Als Queeres Netzwerk NRW und Queeres Netzwerk Nieder­sachsen beobachten wir diese Entwick­lungen kritisch. Die zugrunde gelegten Annahmen sind wissen­schaftlich nachweislich überholt und bergen erheb­liche Risiken: Denn verpflich­tende genetische Scree­nings greifen tief in die körper­liche Selbst­be­stimmung ein und können Stigma­ti­sierung, Diskri­mi­nierung und Ausgrenzung zur Folge haben. Sie reduzieren Geschlecht auf einen einzelnen biolo­gi­schen Marker und ignorieren geschlecht­liche Vielfalt sowie die Komple­xität geschlecht­licher Entwicklung und damit die Lebens­rea­li­täten von inter*, trans* und nicht-binären Menschen. Die Policy hat zudem eine erheb­liche Vorbild­wirkung über den Leistungs­sport hinaus: Sie setzt Standards und Narrative, die in den Breiten- und Vereins­sport ausstrahlen und damit auch in Deutschland konkrete Auswir­kungen auf die Teilhabe und Sicherheit queerer Menschen im Sport­alltag hat.

Zugleich unter­läuft die Regelung zentrale sport­ethische und menschen­recht­liche Prinzipien wie Teilhabe, Nicht-Diskri­mi­nierung und körper­licher Unver­sehrtheit. Statt Fairness zu stärken, repro­du­ziert sie ausschlie­ßende Struk­turen und biolo­gis­tische Verein­fa­chungen.

Als Queeres Netzwerk NRW und Queeres Netzwerk Nieder­sachsen fordern wir sowohl das IOC als auch inter­na­tionale Sport­ver­bände dazu auf, diese Richt­linie grund­legend zu überar-beiten und einen Rahmen zu entwi­ckeln, der wissen­schaft­liche Evidenz in Hinsicht auf ge-schlecht­liche Vielfalt ernst­nimmt und Menschen­rechte schützt.

Für unser neues Sport­projekt ‚Vielfalt in Bewegung!‘ suchen wir eine fachlich quali­fi­zierte Person für die Erstellung eines Fortbil­dungs­kon­zeptes und dessen Durch­führung. Die erarbeiten Grund­lagen sollen ebenfalls in einer Handrei­chung weiter­ver­ar­beitet werden.

 

Relevante Zielgruppen der Fortbildung sind Haupt­amt­liche und Übungs­lei­tende in Vereinen und Verbänden im nieder­säch­si­schen Breiten­sport. Ziel ist die Sensi­bi­li­sierung für die Situation queerer Menschen im Sport und die Förderung der Akzeptanz von sexueller und geschlecht­licher Vielfalt.

 

Wesent­liche Kompo­nenten der Leistungen im Bereich Fortbil­dungs­kon­zept­ent­wicklung:
  • Erstellung einer ganztä­gigen Grund­lagen-Fortbildung mit folgenden Themen­aspekten u.a. Grund­be­griffe, Reflektion eigener Privi­legien, Sensi­bi­li­sierung für queere Bedarfe, Lebens- und Erfah­rungs­welten von queeren Menschen im Sport, Handlungs­op­tionen für einen queer-sensiblen Umgang im Sport (individuell/ struk­turell)
  • Die Zielgruppe sind haupt­amt­liche und übungs­lei­tende Personen in Vereinen und Verbänden im nieder­säch­si­schen Breiten­sport
Wesent­liche Kompo­nenten der Leistungen im Bereich Fortbil­dungs­durch­führung:
  • Auf Grundlage des Konzepts sollen vorerst drei Fortbil­dungen als Probe­durchlauf (inklusive Evaluation und Überar­beitung) im Jahr 2024 durch­ge­führt werden.
  • Die Fortbil­dungen können an verschie­denen Stand­orten in Nieder­sachsen statt­finden (Räumlich­keiten und Verpflegung werden gestellt).
Wesent­liche Kompo­nenten der Leistungen im Bereich Handrei­chungs­er­stellung:
  • Formu­lierung eines Glossars zum Thema „Queere Grund­be­griffe“
  • Sport­re­levanz ist heraus­zu­heben
  • Umfang: sechs- bis achtsei­tiger Folder

 

Das Angebot ist bis zum 01.12.2023, inklusive einer Kurzer­läu­terung der fachlichen Quali­fi­kation an info@vielfalt-in-bewegung.de zu richten.

 

 

Ausschreibung: Fortbil­dungs­konzept (PDF)

Mit Beratungs‑, Schulungs- und Infor­ma­ti­ons­an­ge­boten wollen der Landes­SportBund (LSB) Nieder­sachsen und das Queere Netzwerkwerk Nieder­sachsen (QNN) Sport­vereine, Sport­bünde und Landes­fach­ver­bände dabei unter­stützen, sich mehr als bisher auch queeren Menschen zu öffnen. Das hierfür initi­ierte Koope­ra­ti­ons­projekt „Vielfalt in Bewegung! Ein Projekt zur Förderung der Toleranz und Akzeptanz von sexueller und geschlecht­licher Vielfalt im Breiten­sport in Nieder­sachsen“ läuft zunächst bis Ende 2024. Eine Verlän­gerung ist vorge­sehen.

 

Das Projekt steht in Träger­schaft des QNN. Zur Umsetzung wurde Janne Biermann als Projekt­re­fe­rentin einge­stellt. In Koope­ration unter­stützt das Projekt die Aktivi­täten der LSB-Geschäfts­stelle im Bereich Teilhabe und Vielfalt, etwa auch im Bereich der Öffent­lich­keits­arbeit und der Erstellung von Materialien. Das Projekt wird gefördert von der Nieder­säch­si­schen Lotto Sport­stiftung, dem Nieder­säch­si­schen Minis­terium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleich­stellung und der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung.

Sport­bündnis Hannover als Vorbild

Das Projekt von QNN und LSB baut u.a. auf den Erfah­rungen des Hanno­ver­schen Sport­bünd­nisses Farben­spiel auf, das auch einen Ehren­kodex für Sport­vereine erarbeitet hat. Das Bündnis ist deshalb auch Partner auf der inhalt­lichen Ebene. Zurück­greifen können QNN und LSB zudem auf Erfah­rungen der queeren Sport­vereine Leine­bagger (Hannover), Homose­xu­eller Sport­verein Oldenburg, SLS Braun­schweig und Rainbow Funsports Osnabrück, welche in beiden Landes­ver­bänden Mitglied sind.

State­ments

QNN Geschäfts­führer Nico Kerski: „Die Akzeptanz queerer Menschen ist kein Nischen­thema, sondern in allen gesell­schaft­lichen Lebens­be­reichen relevant. Umso mehr freuen wir uns, im Sport­be­reich mit dem LSB einen starken Koope­ra­ti­ons­partner gewonnen zu haben.“

 

Projekt­re­fe­rentin Janne Biermann: „Akzeptanz und Teilhabe von queeren Menschen ist besonders im Breiten­sport wichtig. Als langjährige Sport­lerin mit Vereins­er­fahrung, freue ich mich nun auch als Referentin profes­sionell für dieses Thema tätig sein zu können.”

 

LSB Vorstands­vor­sit­zender Reinhard Rawe: „Der LSB hat früh in seinem Leitbild, der Satzung und ganz aktuell in seinem Positi­ons­papier „Sport verbindet Menschen“ deutlich gemacht, dass er offen für ALLE ist. Diese grund­sätz­liche Werte­ori­en­tierung spiegelt sich auch in unserem offenen Sport­ver­ständnis wieder. Die Koope­ration mit dem QNN ist für uns ein weiterer Baustein, um die nieder­säch­sische Sport­or­ga­ni­sation noch vielfäl­tiger zu gestalten.“

 

Stellv. Vorstands­vor­sit­zender Marco Lutz: „Wir wollen es nicht beim Lippen­be­kenntnis bleiben lassen, sondern unseren Sport­ver­einen, den Sport­bünden und Landes­fach­ver­bänden konkrete Beratungs- und Infor­ma­ti­ons­an­gebote machen.“ Dies sei auch gemeinsame Auffassung der Betei­ligten des DOSB Dialog­forums Sport­ent­wicklung gewesen.

 

Presse­mit­teilung (PDF)

Für unser neues Sport­projekt ‚Vielfalt in Bewegung!’ suchen wir zur Erstellung des Medien- und Webde­signs eine fachlich quali­fi­zierte Agentur.

 

Weiterhin ist eine Umsetzung, die Pflege des Auftritts sowie eine ständige Betreuung in allen CMS-spezi­fi­schen Fragen gefragt. Die Homepage soll mit WordPress erstellt werden.

 

Mit der Entwicklung eines modernen Web- und Medien­de­signs sollen die Infor­ma­tionen für die relevanten Zielgruppen (Vereine und Verbände im nieder­säch­si­schen Breiten­sport) nutzer*innenfreundlich struk­tu­riert und an das moderne Kommu­ni­ka­ti­ons­ver­halten angepasst werden.

Mit der neuen Homepage sollen insbe­sondere die Kernkom­pe­tenzen des Projekts wirkungsvoll kommu­ni­ziert werden, zum Beispiel:
  • Dienst­leis­tungen, Veran­stal­tungen, Planungen und Projekte,
  • Materialien zur Stärkung der Akzeptanz sexueller Orien­tie­rungen und geschlecht­licher Vielfalt im Breiten­sport­be­reich
Wesent­liche Kompo­nenten der Leistungen im Bereich Webentwicklung/ ‑design:
  • Webdesign des Gesamt­auf­tritts
  • Struktur und Aufbau der im CMS abzubil­denden Seiten (inhalt­liche Struktur wird vorge­geben)
  • Responsive Design/Adaption für Smart­phone und Tablets
  • Barrie­re­freiheit
  • Bessere Auffind­barkeit im Web (SEO/SEM)
Wesent­liche Kompo­nenten der Leistungen im Bereich Medien­design:
  • Logodesign
  • Erstellung eines Style­guide (unter Einbezug des QNN CD)
  • Design von Vorlagen für jeweils: Power Point Folien, Präsen­ta­ti­ons­mappe, Info-Folder, Broschüre, Plakat, Sticker, Roll Ups

Agenturen mit Sitz in Nieder­sachsen sowie mit Kennt­nissen von queeren Lebens­rea­li­täten sind besonders erwünscht.

 

Angebots­frist: 14.08.2023
Angebots­über­mittlung an info@qnn.de

 

Ausschreibung Webent­wicklung und ‑design (PDF)

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