Queerer Neujahrs­empfang 2026

Mit unserem Queeren Neujahrs­empfang 2026 haben wir gemeinsam mit queerer Zivil­ge­sell­schaft, Politik und Verwaltung das neue Jahr begonnen. Der Abend stand im Zeichen von Austausch, politi­scher Einordnung und der Würdigung queeren Engage­ments – und zeigte einmal mehr, wie wichtig starke Netzwerke und verläss­liche Struk­turen für queere Menschen in Nieder­sachsen sind.

Politische Impulse und klare Erwar­tungen

In den Redebei­trägen des Vorstands wurde deutlich: Queer­po­litik ist in Nieder­sachsen kein Randthema mehr. Fortschritte wie die Förderung zentraler queerer Struk­turen über die Politische Liste des Sozial­mi­nis­te­riums – darunter die Melde- und Infor­ma­ti­ons­stelle Queer­feind­lichkeit (MIQ), Projekte für queere Geflüchtete und die Trans*Beratung – zeigen, dass Bedarfe wahrge­nommen werden. Gleich­zeitig wurde klar benannt, dass queere Arbeit langfristige Sicherheit braucht. Eine Verste­tigung der Mittel in der regulären Haushalts­planung bleibt eine zentrale Forderung.

Ein weiterer Schwer­punkt lag auf dem in diesem Jahr geplanten Queeren Landes­ak­ti­onsplan. Als Landes- und Fachverband verbinden wir damit klare Erwar­tungen: Ein Aktionsplan kann nur dann wirksam sein, wenn er mit ausrei­chenden Ressourcen hinterlegt wird und gemeinsam mit der queeren Zivil­ge­sell­schaft umgesetzt wird.

Ein Grußwort von Sophie Koch, Beauf­tragte der Bundes­re­gierung für die Akzeptanz sexueller und geschlecht­licher Vielfalt, ordnete die Diskus­sionen bundes­po­li­tisch ein und unter­strich die Bedeutung verläss­licher politi­scher Rahmen­be­din­gungen auf allen Ebenen.

Goldmarie 2026 – queeres Engagement sichtbar machen

Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Goldmarie 2026, unserem queeren Preis für Fleiß und heraus­ra­gendes Engagement. Mit der Auszeichnung würdigen wir Menschen, die mit Ausdauer, Fachlichkeit und Herzblut queere Lebens­rea­li­täten sichtbar machen und Struk­turen nachhaltig stärken.

Die Goldmarie 2026 ging an Dr. Monika Brinker für ihr langjäh­riges Engagement in der queeren Bildungs­arbeit sowie an Amadeus Schwone für den Aufbau tragfä­higer queerer Community-Struk­turen im Landkreis Stade und im ländlichen Raum. Beide Preisträger*innen stehen beispielhaft für die Vielfalt und Wirksamkeit queeren Engage­ments in Nieder­sachsen.

Fotocredit: Tim Kirchhof
v.l.n.r. Amadeus Schwone, Sophie Koch und Monika Brinker
Musika­lische Begleitung durch Nina Freckles

Musik, Begegnung und Ausblick

Musika­lisch begleitet wurde der Abend von Nina Freckles, die mit eigenen Songs und queeren Hymnen den politi­schen Teil des Empfangs rahmte und in den infor­mellen Austausch überleitete.

Der Queere Neujahrs­empfang 2026 hat gezeigt: Queere Politik lebt vom Zusam­men­spiel aus Engagement, politi­scher Verant­wortung und solida­ri­scher Zivil­ge­sell­schaft – auf kommu­naler, Landes- und Bundes­ebene. Mit vielen guten Gesprächen, neuen Kontakten und gestärkten Bündnissen blicken wir gemeinsam in das neue Jahr.

Wir danken allen Gästen, Mitwir­kenden und Engagierten, die diesen Abend möglich gemacht haben und freuen uns auf alles, was wir 2026 gemeinsam bewegen werden.

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