Land­tags­an­fra­ge zu Trans* in Schu­le

Bild des niedersächsischen Landtags

Die grü­ne Land­tags­frak­ti­on hat in einer klei­nen Anfra­ge die nie­der­säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung zur recht­li­chen Situa­ti­on von trans* Schüler*innen befragt. Vor dem Hin­ter­grund des dis­kri­mi­nie­ren­den Umgangs mit einem trans* Schü­ler an einer Bre­mer Schu­le, stellt sie die Fra­ge, auf wel­che recht­li­chen Grund­la­gen sich trans* Schüler*innen in Nie­der­sach­sen ver­las­sen kön­nen.

 

Auch laut SCHLAU Nie­der­sach­sen rückt das The­ma trans* immer stär­ker in den Fokus des Schul­per­so­nals. Die­ses ist oft­mals auf­grund der feh­len­den recht­li­chen Klar­heit im Umgang mit trans* Schüler*innen bei­spiels­wei­se in Umklei­den, bei Klas­sen­fahr­ten oder der Zeug­nis­er­stel­lung ver­un­si­chert.

 

Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um ant­wor­tet auf die Anfra­ge mit dem Ver­weis auf Uni­ver­si­tä­ten als Aus­bil­dungs­or­te und Schu­len als Orte der Per­sön­lich­keits­ent­fal­tung. In Mas­ter­stu­di­en­gän­gen des Lehr­amts sei­en Inhal­te, die dem The­ma geschlecht­li­cher Viel­falt gerecht wer­den inner­halb der zu erwer­ben­den Kom­pe­ten­zen abge­deckt. Wie das kon­kret aus­sieht, lässt sich auf­grund der Frei­heit von For­schung und Leh­re jedoch nicht spe­zi­fi­zie­ren. Der posi­ti­ven Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen sei an Schu­len durch umfas­sen­de Bera­tungs­an­ge­bo­te Rech­nung getra­gen.  Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für Lehr­kräf­te zu den The­men Geschlech­ter­sen­si­bi­li­tät und sexu­el­le Viel­falt wür­den der­zeit vom nie­der­säch­si­schen Lan­des­in­sti­tut für schu­li­sche Qua­li­täts­ent­wick­lung (NLQ) vor­be­rei­tet.

 

Abschlie­ßend betont das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um die Wich­tig­keit der Schu­le die Per­sön­lich­keits­ent­fal­tung und Sen­si­bi­li­sie­rung auch in Bezug auf die Aspek­te geschlecht­li­cher und sexu­el­ler Viel­falt zu gewähr­leis­ten.

 

Die­ser Aspekt (fest­ge­hal­ten in § 2 Abs. 1 NSchG) ist neben dem Ver­weis auf schul­psy­cho­lo­gi­sche Bera­tung als Auf­ga­be der Schul­be­hör­de (§ 120 NSchG) die ein­zi­ge kon­kret genann­te Rechts­si­cher­heit, auf die das Minis­te­ri­um ver­weist. Recht­li­che Rege­lun­gen, um die der­zei­ti­ge Situa­ti­on von trans* Schüler*innen in Nie­der­sach­sen zu ver­bes­sern, sind nach Anga­ben des Minis­te­ri­ums nicht geplant.

 

Die Ant­wort auf die Anfra­ge als offi­zi­el­le Druck­sa­che fin­det sich hier.

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