Die romantische Orientierung bezieht sich auf die Art und Weise, wie eine Person emotionale Anziehung und Bindungen zu anderen empfindet. Die romantische Orientierung kann sich im Laufe des Lebens entwickeln oder verändern und unabhängig von der sexuellen Orientierung sein. Oftmals enthält die sexuelle Anziehung aber auch Komponenten romantischer Anziehung. Deshalb wird die romantische Orientierung meist von der sexuellen abgeleitet. Die Differenzierung der beiden Anziehungsarten ist jedoch vor allem für asexuelle und aromantische Menschen wichtig. Gleichzeitig eröffnet sie für alle Menschen die Möglichkeit, das eigene Erleben von intimen Beziehungen komplexer zu denken.
Unter einem Selbstbestimmungsgesetz wird ein Gesetz verstanden, das es ermöglicht, Vornamen und Geschlechtseintrag selbstbestimmt zu ändern. Deutschland ist mit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im November 2024 der zwölfte europäische Staat, der ein solches Gesetz verabschiedet hat. Zuvor war die Änderung in Deutschland nur über das Transsexuellengesetz (TSG) und § 45b des Personenstandsgesetzes möglich. Diese Regulierungen verlangten jedoch medizinische Gutachten bzw. Atteste für eine rechtliche Transition, wodurch eschlecht außerhalb der Cis-Norm pathologisiert wurde. Durch das Selbstbestimmungsgesetz können Personenstand und Vornamen beim Standesamt nun durch eine Erklärung geändert werden, ohne dass Gutachten oder weitere Unterlagen benötigt werden.
Queeres Netzwerk Niedersachsen e.V.