Als Detransition wird das (teilweise) Abbrechen oder Rückgängigmachen einer Transition bezeichnet. Dieser Prozess kann viele unterschiedliche Gründe haben. Häufig spielen fehlende Unterstützung im sozialen Umfeld, Nebenwirkungen der Hormonersatztherapie oder Veränderungen der Geschlechtsidentität eine Rolle. Das muss jedoch nicht heißen, dass eine Person zum Zeitpunkt ihrer (ersten) Transition nicht trans* war oder das Erlebte bereut. Das Thema Detransition wird häufig trans*feindlich besetzt, um vor angeblich überstürzten Entscheidungen zu warnen. Diese sind jedoch selten Grund für eine Detransition. Da Detransition nicht einheitlich definiert ist, lässt sich schwer sagen, wie viele Menschen detransitionieren. Schätzungen gehen jedoch von ca. 1 % aller trans* Personen aus.
Neben ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ ist ‚divers‘ der dritte sogenannte positive Geschlechtseintrag. Er ist seit 2018 aufgrund der erfolgreichen Klage einer intergeschlechtlichen Person vor dem Bundesverfassungsreicht verfügbar. Nachdem zuerst ein Attest über eine Variante der Geschlechtsentwicklung
zur Änderung nötig war, ist ‚divers‘ nun seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im November 2024 selbstbestimmt wählbar. Zusätzlich zu den drei positiven Geschlechtseinträgen (m/w/d) gibt es die vierte Möglichkeit, den Geschlechtseintrag offen zu lassen.
Queeres Netzwerk Niedersachsen e.V.